Fall Haouach: Schlitz warnt vor vorschnellen Schlussfolgerungen

Der Gesundheitsausschuss der Kammer hat sich am Montag mit dem Fall der zurückgetretenen Regierungskommissarin Ihsane Haouach befasst.

Staatssekretärin Schlitz und Premier De Croo vor dem Gesundheitsausschuss der Kammer (Bild: Hatim Kaghat/Belga)

Staatssekretärin Schlitz und Premier De Croo am Montag vor dem Gesundheitsausschuss der Kammer (Bild: Hatim Kaghat/Belga)

Premierminister Alexander de Croo und die für Chancengleichheit zuständige Staatssekretärin Sarah Schlitz mussten sich den Fragen der Abgeordneten stellen.

Der Grund: Die Staatssicherheit hat der Regierung einen Bericht über Ihsane Haouach zukommen lassen. Medienberichten zufolge soll darin stehen, dass die junge Frau Kontakt zur islamistischen Organisation der Muslimbrüder gehabt haben soll.

Premierminister De Croo bestätigte, dass die Regierung einen Bericht der Staatssicherheit erhalten habe, allerdings erst nach der letzten Plenarsitzung der Kammer. Zum Inhalt dürfe er sich nicht äußern.

Staatssekretärin Schlitz warnte vor vorschnellen Schlussfolgerungen. Auch sie verwies darauf, dass die Informationen in dem Bericht vertraulich seien.

Ihsane Haouach war letzten Freitag zurückgetreten – nach eigenen Angaben aus persönlichen Gründen, weil sie den Anfeindungen gegen ihre Person ein Ende bereiten wollte.

rtbf/est