FG kürzt Sommerferien und verdoppelt Ferien zu Allerheiligen und Karneval

Die Französische Gemeinschaft ändert den Schulkalender. Ab dem Schuljahr 2022-2023 sollen die Schul- und die Ferienwochen besser verteilt werden. Das hat die Bildungsministerin der Französischen Gemeinschaft, Caroline Désir (PS), der RTBF erklärt.

Schule (Illustrationsbild: Dirk Waem/Belga)

Illustrationsbild: Dirk Waem/Belga

Die Sommerferien werden gekürzt, die Allerheiligenferien und die Karnevalsferien dagegen von einer auf zwei Wochen verlängert. Darauf haben sich die Mehrheitsparteien (PS, MR und Ecolo) geeinigt.

Der neue Kalender soll das Schuljahr ausgeglichener gestalten: etwa sieben Wochen Unterricht und dann zwei Wochen Ferien – anstatt mal zehn Wochen Unterricht, mal fünf Wochen.

Die Sommerferien enden dann in der Französischen Gemeinschaft bereits Ende August. 2022 geht es am 29. August wieder zurück in die Klasse.

In Flandern und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist es bisher nicht geplant, den Schulkalender zu ändern.

Frankophone Pfadfinderverbände kritisieren Reform des Schulkalenders

rtbf/km

3 Kommentare
  1. Bruno Fryns

    Die Schulferien im Sommer werden in der Wallonie verkürzt…In der DG muss die Entscheidung noch fallen. Hat eigentlich jemand eure Meinung gefragt? Sommerurlaub heißt, draußen genießen, abschalten von der Schule, weg von den Computern…Einfach ein Break machen. Hat jemand die Meinung der betroffenen Kinder und Jugendlichen gefragt? Die Allerheiligenferien und Karnevalsferien befinden sich im Schuljahr, d.h. Buchkreis oder Vortrag…vorbereiten. Und da das Wetter selten mitspielt, alles natürlich innen. Ach ja, welche Eltern haben 2 Wochen Urlaub an den beiden Ferienperioden?
    Immer die Ausrede, was mit den Kindern im Sommer geschieht…und ist es so besser? Die 2 ersten Juliwochen sind im Sommer die Preisgünstigstens. Das fällt dann auch halbwegs weg…was ist eure Meinung?

  2. Reiner Mattar

    Schon seit langem wird von Psychologen befürwortet, den Rhythmus des Schuljahres zu verändern und die Ferienperioden während des Schuljahres zu verlängern und dabei gleichzeitig die Sommerferien zu verkürzen. So wie das im Nachbarland (D) übrigens schon lange funktioniert.
    Ehe es also wieder einen Sturm der Entrüstung darüber gibt, dass Lehrer jetzt noch weniger arbeiten sollen, die Anzahle der Unterrichtstage muss bei einer solchen Anpassung gleich bleiben!
    Es bleibt also auch in Anzahl Tage gleich, in denen Eltern sich um eine Betreuung für ihre Kinder kümmern müssen. Vieles geschieht schon jetzt durch organisierte Freizeitaktivitäten zum Beispiel in den Osterferien, das Angebot würde sicher erweitert.
    Zwei Wochen Unterrichtspause bringen einfach mehr Erholung – es sei denn, die Lehrer schütten die Schüler in dieser Zeit mit Aufgaben zu… aber das könnte man ja in Vorschriften festhalten.
    Ich wäre auf jeden Fall für eine solche neue Rhythmisieren des Schuljahres!

  3. Marco Jacobs

    Das ganze verlangt nach einer neuen Organisation. Urlaub planen wird schwieriger, Schüler mit Nachprüfungen werden diese 2 Wochen fehlen, vor allem wenn noch ein Lager (Pfadfinder, Sport….) und Urlaub eingeplant waren. Lager sind nicht so leicht zu verlegen weil die meisten „Leiter“ in anderen Perioden beschäftigt sind. Ferienjobs heißt dann auch auf etwas anderes verzichten. Sommerferien sind für die meisten eine unbeschwerte Zeit. Das Jahr ist geschaff, man kann entspannt auf September warten. Ich glaube dass vor allem Schüler mit Lernschwierigkeiten (Nachprüfungen) und die, die sich etwas nebenbei verdienen müssen um dich etwas zu leisten bei dieser Reform die Verlierer sind.