Europaweite Hausdurchsuchungen bei Maskenhersteller Avrox

Mehrere Hausdurchsuchungen haben am Dienstag in Europa im Zusammenhang mit den Avrox-Masken stattgefunden, die der belgische Staat gekauft hatte. Wie die Zeitung Le Soir schrieb, führt die Justiz Ermittlungen unter anderem wegen Fälschung, Betrug und Geldwäsche. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft bestätigte die Informationen.

Bild: Benoit Doppagne/Belga

Bild: Benoit Doppagne/Belga

Die Hausdurchsuchungen wurden unter anderem im Großherzogtum Luxemburg durchgeführt. Der belgische Staat hatte vor einem Jahr 15 Millionen Stoffmasken von der luxemburgischen Firma Avrox für einen Betrag von 32 Millionen Euro erworben. Eine der Bedingungen für die Vergabe des Auftrags war, dass das Unternehmen in Sachen Masken Referenzen vorweisen konnte.

Den Informationen zufolge hatte Avrox eine Bestellung von einer Million Masken für ein anderes Land gemeldet, hielt sich aber bedeckt über die Identität des Käufers. Die Zeitung Het Laatste Nieuws hatte herausgefunden, dass der Käufer eine Offshore-Firma war, deren Direktor einem der Aktionäre von Avrox nahestand.

belga/cd