Comeos: Lockdown ist Katastrophe

Der Einzelhandelsverband Comeos hat die Entscheidung, nicht-essentielle Geschäfte zu schließen, als Katastrophe bezeichnet. Comeos zufolge werden die Verluste täglich bei 100 Millionen Euro liegen.

Foto: Thierry Roge/Belga

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Der Verband fordert finanzielle Unterstützung des Staates für die Betroffenen.

Comeos hat am Freitagabend mit den Gewerkschaften beraten. Dabei ging es um eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen in den Lebensmittelgeschäften, um Kunden und Personal besser zu schützen. Der Verband und die Gewerkschaften konnten sich vorerst nicht einigen.

Die Gespräche scheiterten an einer Verzichtsklausel der Arbeitgeberseite, derzufolge die Gewerkschaften für die Dauer des Abkommens im Sommer keine weiteren Forderungen in Bezug auf die Corona-Krise mehr hätten stellten dürfen. Das lehnten die Gewerkschaften ab. Insbesondere in einer derartig unsicheren Zeit wollte man nicht die Türen schließen für Forderungen von Seiten des Personals, hieß es. Diese Klausel hätte den sozialen Frieden in den Unternehmen nachhaltig gestört.

Die Gespräche sollen nächste Woche fortgesetzt werden. Die Gewerkschaften fordern auch einen finanziellen Ausgleich für das Personal wegen der Mehrbelastung.

vrt/belga/est/sh