Badesaison an der Küste trotz Rekordtemperaturen beendet 

Für den Rest der Woche kündigen sich weiter hochsommerliche Temperaturen an. Letzte Gelegenheit, noch einmal ins Wasser zu springen. Doch wer vorhat, diese Woche noch einen Abstecher an die Küste zu machen, wird enttäuscht sein. Ab Mittwoch ist das Baden im Meer verboten.

Illustrationsbild: Olivier Krickel/BRF

Bild: Olivier Krickel/BRF

An Beun vom Küstenrettungsdienst ist zufrieden. In diesem Sommer ist an den bewachten Zonen der belgischen Küste niemand ertrunken. Die Küsten-Rettungsdienste haben ihr wichtigstes Ziel erreicht. Und wenn bis Dienstagabend nichts mehr passiert, dann bleibt es wohl auch dabei.

Der 15. September ist der letzte Tag, an dem im Meer geschwommen werden darf. Am Dienstagabend beenden die Rettungsdienste ihre Saison. Ab Mittwoch ist niemand mehr da, um den Strand zu bewachen.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen von fast 30 Grad war der Strand Dienstag recht leer. Fast alle waren in der Schule oder an der Arbeit. Doch einige nutzten dann doch die letzte Gelegenheit für einen Sprung ins Meer. Dass am Dienstag Schluss ist, fanden sie schade: „Ja klar finden wir das schade“, sagten zwei Strandgäste. Vor allem da noch so schönes Wetter ist. Jemand anderes dachte, dass wegen des schönen Wetters in den nächsten Tagen die Badesaison etwas verlängert würde.

Das ist leider nicht so. Die Bürgermeister der Küstengemeinden hatten bereits im Frühjahr beschlossen, dass am 15. September Schluss ist. Anders als in anderen Jahren wird in diesem Jahr keine Ausnahme gemacht: „Hätte es keinen Covid-Sommer gegeben, dann hätten manche der Rettungsdienste sicherlich noch ein paar Wochen drangehangen. Doch wenn nur eine oder zwei Küstengemeinden beschließen würden, die Saison zu verlängern, dann würden sich dort die Touristen ballen. Und das wäre dann unter Covid-Aspekten nicht mehr sicher“, erklärt An Beun vom Küstenrettungsdienst.

Trotz Corona ein guter Sommer

Doch die Rettungsdienste können trotz Corona auf einen guten Sommer zurückblicken. Nicht nur ist niemand ertrunken. Sie haben insgesamt auch 1.079 verloren gegangene Menschen, darunter vor allem Kinder, wiedergefunden. Das sind rund 70 mehr als letztes Jahr. Aber es war natürlich auch mehr los.

Ihre anderen Rettungsaktionen konnten sie coronasicher durchführen. Caroline Bekaert, Küstenwächterin in Westende, hatte Schlimmeres befürchtet. Da aber jeder seine eigenen Schutzvorrichtungen dabei hatte, waren die Interventionen kein Problem: „Also so viel anders als sonst war es nicht. Es ist alles in allem gut verlaufen“, fasst Caroline Bekaert zusammen.

Für die Rettungsdienste also eine positive Bilanz – denn im Corona-Sommer war es an manchen Tagen richtig voll. Auch wenn die Ausschreitungen Anfang August in Blankenberge und anderen Küstenorten große Aufmerksamkeit bekommen haben, die meisten Strandtouristen haben sich vorbildlich verhalten, sagen die Rettungsdienste.

Volker Krings

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