Coronazahlen steigen weiter – auch mehr Krankenhausaufnahmen

Die steigende Tendenz bei den Coronazahlen setzt sich fort. Die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus ist weiter angestiegen. Das hat das Gesundheitsinstitut Sciensano am Mittwochmorgen mitgeteilt.

Coronavirus-Kontrollzentrum in Antwerpen (Bild: Dirk Waem/Belga)

Bild: Dirk Waem/Belga

In der Zeit vom 13. bis zum 19. Juli gab es im Durchschnitt täglich 192 neue Infektionsfälle. Das ist ein Plus von 91 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Zunahme betrifft alle Provinzen und vor allem Menschen unter 50 Jahren.

Die VRT berichtet, dass alleine am letzten Montag, dem 20. Juli, mehr als 370 neue Infektionen gemeldet worden sind. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen auf 64.627.

Inzwischen geht auch der Trend bei den Krankenhausaufnahmen und den Todesfällen wieder leicht nach oben. Im Durchschnitt werden täglich 13,6 Covid-19-Patienten stationär aufgenommen. Die Zahl der Todesfälle liegt im Durchschnitt täglich bei 2,6.

Appell an Bevölkerung und Politik

Vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen haben die Rektoren der fünf flämischen Universitäten einen offenen Brief an die Bevölkerung und die Politiker veröffentlicht. Darin heißt es, viele seien sich nicht darüber bewusst, wie ernst die Lage sei. Es drohe eine zweite Welle. Die Rektoren rufen die Politik auf, strenge Maßnahmen zu ergreifen.

Der Rektor der KU Löwen, Luc Sels, sagte in der VRT, wenn man nicht sehr schnell koordinierte Maßnahmen ergreife, dann werde mit Wucht die zweite Coronawelle kommen. Und dann seien die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen nicht abzusehen.

Lockdown in Lint

In Lint in der Provinz Antwerpen sind in einem Asylbewerberheim mehrere Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Rote Kreuz mitgeteilt. Die Betroffenen wurden sofort isoliert. Nun wird überprüft, mit wem sie in Kontakt waren. Alle anderen Bewohner dürfen das Zentrum nicht verlassen. Zurzeit befinden sich 130 Menschen in dem Asylbewerberheim.

Nationaler Sicherheitsrat könnte die Schrauben wieder anziehen

belga/est