Krisenzentrum: Schneeballeffekt jetzt stoppen, um Lawine zu verhindern

Die Zahl der Neuinfektionen ist weiter angestiegen - auf durchschnittlich 184 neue Infektionen pro Tag. Das hat das Krisenzentrum auf der Pressekonferenz am Vormittag bestätigt.

Illustrationsbild: Marijan Murat/Pool/AFP

Illustrationsbild: Marijan Murat/Pool/AFP

Die Virologen gehen davon aus, dass sich die steigende Tendenz in nächster Zeit fortsetzen wird. Das sei auch auf Verstöße gegen die Schutzmaßnahmen zurückzuführen.

Man müsse jetzt den Schneeballeffekt stoppen, bevor eine Lawine daraus werde. Jeder könne eine wichtige Rolle spielen, um die Menschen aus seinem Umfeld zu sensibilisieren. Es sei jetzt vor allem wichtig, die älteren und verletzlichen Personen vor einer Ansteckung zu schützen.

Inzwischen steigt auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden müssen. Zur Zeit sind es zwölf pro Tag. Derzeit werden 178 Covid-19-Patienten stationär behandelt, 35 von ihnen auf Intensivstationen.

Die Reproduktionszahl liegt jetzt bei 1,1. Das bedeutet, dass zur Zeit zehn Infizierte elf Personen anstecken.

Yves Van Laethem vom Krisenzentrum war bei der Pressekonferenz nicht dabei. Er war in Kontakt mit einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet worden ist und hat sich deshalb vorsichtshalber in Quarantäne begeben. Er habe zwar keine Symptome, wolle aber nicht riskieren, jemanden anzustecken.

Die nächste Pressekonferenz findet am Freitag statt.

vrt/est