Erhöhte Brandgefahr: Flandern ruft Code Orange aus

In ganz Flandern gilt nun wegen der Trockenheit Code Orange. Das bedeutet erhöhte Brandgefahr. Die Naturparks bleiben geöffnet, allerdings gilt besondere Vorsicht.

Trockenes Feld bei Lierde (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Trockenes Feld bei Lierde (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Es sind mehr Parkwächter im Einsatz. Kinder müssen beaufsichtigt werden, die Besucher werden gebeten, nicht zu rauchen. Feuer machen ist streng verboten. Wer etwas Verdächtiges wie zum Beispiel Rauch bemerkt, wird gebeten, Alarm zu geben.

In den kommenden Tagen werden steigende Temperaturen erwartet, dazu aufkommender Wind und kein Regen. Das erhöhe die Brandgefahr weiter, meldet die Natur- und Waldbehörde. Daher werde die Alarmphase wahrscheinlich noch etwas anhalten. Erst bei Code Rot werden die Naturparks geschlossen.

Wasserpreis

Die anhaltende Trockenheit hat auch zur Folge, dass Wasser im Norden des Landes teurer werden könnte. Jedenfalls ist bereits eine Studie in Auftrag gegeben worden, die untersuchen soll, ob flexible Wassertarife möglich sind. Die flämische Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA), hat die Flämische Umweltagentur (VMM) gebeten, gemeinsam mit den Wassergesellschaften zu prüfen, was da möglich ist.

Demir betont aber, dass der durchschnittliche Wasserpreis für die Haushalte nicht steigen solle. „Die Haushalte, die aber ungewöhnlich viel Wasser verbrauchen, werden zukünftig einen zusätzlichen Preis zahlen müssen“, so die Ministerin.

Denkbar wäre auch, dass der Wasserpreis bei Trockenperioden angehoben wird. Man kann sich aber auch vorstellen, Wasser in Spitzenzeiten teurer zu machen, damit der Wasserverbrauch mehr über den Tag verteilt wird. Auf diese Weise könnte man Knappheitsprobleme vermeiden, wenn alle gleichzeitig ihren Swimmingpool füllen, sagte Carl Heyrman, der Direktor des Verbands der flämischen Wasserunternehmen AquaFlanders.

Swimmingpools

Der Sektor selbst braucht sich übrigens keine Sorgen zu machen: In den letzten fünf Jahren sind die Verkäufe von Swimmingpools rasant gestiegen. Zu verbuchen ist eine Steigerung von 80 Prozent. Das liegt angeblich am sonnigen Wetter der letzten Jahre. Die Corona-Pandemie und die Unsicherheit über den Sommerurlaub im Ausland haben sicher auch einiges dazu beigetragen.

Fest steht: Für diesen Sommer ist der Zug abgefahren. Wer heute bestellt, wird erst im Sommer 2021 einen Swimmingpool erhalten.

 tijd/hln/libre/vrt/mz/km

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150