Virologe warnt: Normalität erst ein Jahr nach Corona-Krise

Der renommierte Virologe Marc Van Ranst hat vor übertriebenem Optimismus gewarnt. Bis sich die Lage wieder vollkommen normalisiert habe, könne es noch mindestens ein Jahr dauern, sagte Van Ranst in der VRT. Er beklagte zudem, dass man die Jugendlichen offensichtlich nach wie vor nicht erreiche. Dabei sollten sich junge Menschen auch nicht in Sicherheit wiegen.

Virologe Marc Van Ranst von der KU Leuven (Bild: Benoit Doppagne/Belga)

Virologe Marc Van Ranst von der KU Leuven (Bild: Benoit Doppagne/Belga)

Erstmal müssen wir den Peak überwinden, sagte der Virologe Marc Van Ranst in der VRT. Wenn die Kurve endlich wieder nach unten zeigt, dann könne man damit beginnen, die Ausgangsbeschränkungen schrittweise zu lockern.

Allerdings: Die Corona-Krise wird nicht über Nacht verschwinden. „Bis wir wirklich von einer Normalisierung sprechen können, müssen wir auf den Impfstoff warten. Und das kann mindestens noch ein Jahr dauern. In der Zwischenzeit wird die Krankheit immer wieder aufflackern.“ Diese Krise geht vorüber. Neue Infektionswellen sind aber weiterhin nicht auszuschließen.

„Und trotz allem erreichen wir immer noch nicht alle Bevölkerungsgruppen“, beklagt Van Ranst. Angefangen bei den Jugendlichen, die die ganze Sache immer noch nicht ernst genug nähmen. Dazu nur so viel, sagt Van Ranst: Unter den Patienten, die im Moment auf der Intensivstation künstlich beatmet werden müssen, seien auch Jugendliche, die am 13. März an den ominösen Lockdown-Partys teilgenommen haben.

Man müsse den jungen Menschen klarmachen: „Liebe Leute, das ist kein Computerspiel. Hier sterben die Menschen wirklich“.

Roger Pint

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