Umfrage: Belgier gehen mit Politikern hart ins Gericht

Die Belgier haben ein sehr negatives Bild von Politikern. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage von fünf flämischen und wallonischen Universitäten hervor.

Belgier (Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga)

Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga

Fast die Hälfte der Befragten erklärte, dass sie Politiker für korrupt halte. Mehr als 44 Prozent sagten, es gebe keine Partei, die ihre Interessen vertreten würde. Und fast zwei Drittel waren der Ansicht, dass viele Politiker zu lange an ihren Ämtern festhalten würden.

Aber obwohl die Belgier sehr hart mit den Politikern ins Gericht gehen, glauben die meisten der Befragten weiter an die repräsentative Demokratie und sehen die Notwendigkeit ein, Koalitionen zu bilden.

Für die Studie waren fast 4.000 Belgier am Tag nach den Wahlen im Mai letzten Jahres befragt worden.

rtbf/est

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4 Kommentare
  1. Jean-Pierre Wetzels

    Da kann man nur bedauern, dass einige schwarze Schafe dem Image aller schaden. Und was die Parteien betrifft, da sehe ich das Problem, zumindest teilweise, bei mangelnder politischer Bildung. Zum Glück ist dieses Problem bereits erkannt und Lösungsansätze besprochen worden. Aber auch Erwachsene müssen besser informiert werden.

  2. Kurt Helmer

    Wenn die Umfrage am Tag nach den Wahlen im Mai 2019 durchgeführt wurde, darf davon ausgegangen werden, dass das Ansehen der Politik mittlerweile weiter drastisch gesunken ist.
    Dies liegt nicht an mangelnder politischer Bildung und auch nicht an einigen schwarzen Schafen, sondern an einem generellen Versagen der politischen „Klasse“ in diesem Land.
    Es gibt keinen Politiker und auch keine Partei, die sich in den vergangenen 9 Monaten irgendwelche Lorbeeren verdient hätte.
    Die bisherigen „Spitzenkräfte“ haben sich zudem nach Europa verp…st.
    Die Rechnung wird bei den nächsten Wahlen folgen und gesalzen sein.

  3. Achim Schmitz

    Ist doch ganz einfach.
    Solange die Regierungsbildung nicht abgeschlossen ist, werden alle Gehälter der beteiligten Parteien eingefroren.
    Glaube dann wären sich alle viel schneller einig.

  4. Alfons van Compernolle

    Achim Schmitz : Das nenne ich jetzt einmal eine „GUTE“ Idee !!
    Wobei die monatlichen Diaeten, dann auch davon abhaengig gemacht werden sollten, ob der jeweilige Volksvertreter auch an den Sitzeungen seines Parlaments /
    Senat UND seine Arbeit NACHWEISLICH anerkannt, dem GEMEINWOHL dienlich gewesen ist.

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