Licht hilft gegen Morgenmuffelei

Wer früh morgens ins Büro muss, kennt es allzu gut: Man geht im Dunklen zur Arbeit - und wenn man nach Hause kommt, ist es schon wieder dunkel. Der Mangel an Tageslicht kann sich auf die Stimmung auswirken. Aber es ist möglich, den Winterblues zu bekämpfen.

Morgenmuffel mit Kaffeetasse (Bild: © Bildagentur PantherMedia / Antonio Guillen Fernández)

© Bildagentur PantherMedia / Antonio Guillen Fernández

Den Winterblues kann man bekämpfen: mit Licht. Wir sollten so oft es geht Tageslicht tanken. Schon ein kurzer Spaziergang, zum Beispiel in der Mittagspause, macht Morgenmuffel wieder heiter. Das zeigen unzählige wissenschaftliche Studien. Auch an grauen, ungemütlichen Wintertagen sollten wir kurz an die frische Luft.

Das Tageslicht erteilt dem Gehirn über die Nervenbahnen der Augen die Botschaft, weniger Melatonin zu produzieren – ein Hormon, das unter anderem für den Schlaf verantwortlich ist und dem Körper bei Dunkelheit signalisiert, dass er müde werden sollte.

Glückshormone

Tageslicht hat einen Einfluss auf den Hormonhaushalt. Es sorgt nicht nur dafür, dass das Schlafhormon nicht weiter produziert wird, sondern stimuliert auch die Produktion des Glückshormons Serotonin. Das wiederum sorgt für bessere Laune und dafür, dass wir zufriedener sind. Wieviel Serotonin produziert wird, hängt einzig vom Tageslicht ab, und nicht etwa von der Temperatur. Auch im kalten Winter lohnt sich eine Runde um den Block.

Ein Nickerchen machen ist an sich kein Problem. Unser Körper schaltet nämlich nach dem Mittagessen sozusagen in den Ruhezustand, damit das Gegessene in Ruhe verdaut werden kann. Aber: Faulsein wird dann zum Problem, wenn wir am Nachmittag weiter arbeiten müssen, wichtige Aufgaben zu erledigen haben, die unsere volle Konzentration erfordern. Dann kann es helfen, nach dem Essen kurz nach draußen zu gehen.

Tageslichtlampen

Ein wichtiger Tipp für die Studenten, die in den Prüfungen sind: Wenn in den Kopf nix mehr reingeht, sollte man kurz nach draußen gehen und es klappt wieder mit der Konzentration. Eine Lampe hat nicht denselben Effekt, weil künstliches Licht eine andere Frequenz und Intensität hat als Tageslicht. Wir denken vielleicht, dass es innen genauso hell ist wie draußen, aber unser Gehirn weiß es besser.

Es gibt allerdings heutzutage Beleuchtungssysteme wie Lichtlampen oder Lichtwecker, die das natürliche Sonnenlicht imitieren. Die sorgen dafür, dass mehr Serotonin ausgeschüttet wird. In Schweden und Finnland wurden einige Schulen mit Tageslichtlampen ausgestattet – mit dem Ergebnis, dass Hyperaktivität, Erschöpfung und Reizbarkeit bei Schülern zurückgingen und bei Tests die Punkte besser wurden.

vrt/jp

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Ein Kommentar
  1. Mario Meis

    Was es heutezutage nicht alles gibt?
    Hatte man früher auch solche Probleme?
    Oder hatte man da soviel Arbeit, dass man nicht darüber nachdenken konnte?
    Im Winter wurde es schon immer früher dunkler, hat man da von „Winterblues“ geredet?
    Das ist wohl betreutes Denken!
    Einfach mal Belgischer Rundfunk hören!!!!!!
    Das ist der beste Tipp!

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