Erstes „Übergangshaus“ für Häftlinge in der Wallonie eröffnet

In Enghien in der Provinz Hennegau ist Dienstagmorgen ein "Übergangshaus" für Häftlinge eröffnet worden. Es ist das erste Haus dieser Art in der Wallonie.

Gefängnis von Mechelen

Illustrationsbild: Herwig Vergult/Belga

In dem „Übergangshaus“ werden rund 15 Häftlinge untergebracht, die kurz vor ihrer Haftentlassung stehen. Sie werden von Spezialisten betreut, die sie auf ein Leben in Freiheit vorbereiten sollen. An dem Projekt können nur Gefängnisinsassen teilnehmen, die ein niedriges Gewaltpotential haben.

Die Bewohner des Übergangshauses stehen unter Aufsicht. Sie dürfen das Haus in einer ersten Phase in Begleitung verlassen, später auch alleine. Dadurch soll die Verbindung mit der Außenwelt wieder aufgebaut werden, um nach Ende der Haftstrafe eine Wohnung und eine Arbeit finden zu können, erklärt Stéphane Gilles, der für das Übergangshaus zuständig ist.

Das Ziel von Übergangshäusern ist, die Rückfallquote von Straftätern zur verringern. Im September letzten Jahres war in Mechelen das erste „Übergangshaus“ in Belgien eröffnet worden.

rtbf/est