Marghem verspricht mehr Geld für grünen Klimafonds

Die Föderalregierung will ihre finanzielle Beteiligung am so genannten "grünen Klimafonds" der Vereinten Nationen in den kommenden Jahren verdoppeln. Das hat Energie- und Umweltministerin Marie-Christine Marghem auf der Weltklimakonferenz in Madrid angekündigt. Die Föderalregierung erfüllt damit ein Versprechen, das Premierminister Charles Michel vor gut einem Jahr gegeben hatte.

Marie-Christine Marghem bei der Weltklimakonferenz in Madrid (Bild: Benoît Doppagne/Belga)

Marie-Christine Marghem bei der Weltklimakonferenz in Madrid (Bild: Benoît Doppagne/Belga)

100 Millionen Euro pro Jahr will die Föderalregierung in den kommenden Jahren in den Grünen Klimafonds einzahlen. Das wäre doppelt so viel Geld wie bislang. Allerdings muss diese Entscheidung noch vom Ministerrat bestätigt werden, sagte Marghem am Mittwoch in Madrid.

Mit der Verdoppelung der Zahlungen folgt Belgien einem Trend. Auch andere Länder wie zum Beispiel Deutschland, Großbritannien, Schweden und Frankreich haben bereits angekündigt, ihre Beiträge zu verdoppeln.

Der grüne Klimafonds soll Entwicklungsländern dabei helfen, besser auf die Folgen des weltweiten Klimawandels reagieren zu können. Die Solidarität der reichen Länder mit den ärmeren sei ein Schlüssel-Element, um die Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam angehen zu können, sagte Marghem.

Die Nicht-Regierungsorganisationen CNCD und Oxfam begrüßten die Ankündigung der Föderalministerin. Gleichzeitig forderten sie die Regionen dazu auf, dem Beispiel der Föderalregierung zu folgen und ebenfalls ihre Beiträge zum grünen Klimafonds zu verdoppeln.

Insgesamt sind laut Marghem im laufenden Jahr bereits mehr als 125 Millionen Euro aus Belgien in den Fonds geflossen.

Kay Wagner

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