Staatsanwaltschaft startet Ermittlungen zum Tod von Wölfin Naya

Die Staatsanwaltschaft von Limburg lässt den Tod der Wölfin Naya jetzt gerichtlich untersuchen. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen, bestätigte am Montag die Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Bericht der Zeitung Het Belang van Limburg. Es gilt als wahrscheinlich, dass Naya gezielt im Frühjahr oder Sommer gejagt und getötet worden ist.

Aufnahme von Naya vom August 2018 (Illustrationsbild: Jan Gelin/Belga)

Aufnahme von Naya vom August 2018 (Illustrationsbild: Jan Gelin/Belga)

Im April war Naya das letzte Mal mit Nachtkameras in den Wäldern von Limburg gefilmt worden. Die Aufnahmen zeigen, dass die Wölfin damals schwanger war. Die Geburt der Wolfswelpen war für Mai errechnet worden. Erste Bilder der jungen Wölfe mit Mutter Naya und Vater August hatten Experten für den Spätsommer erwartet.

Doch die Bilder blieben aus. Auch Naya wurde nicht mehr gefilmt. Nur der Wolfs-Rüde August tauchte auf neuen Bildern auf.

Mitarbeiter des flämischen Natur- und Waldamtes vermuteten daraufhin, dass Naya möglicherweise gezielt ermordet worden sein könnte. Im Revier der Wölfe waren eine Falle gefunden und zwei bewaffnete Wilderer gesichtet worden.

Dass sich jetzt die Staatsanwaltschaft des Falles annimmt, ist durch eine offizielle Klage begründet, die beim Gericht eingereicht worden war. Gerichtspolizei und Naturinspektoren haben ihre Arbeit unter Anleitung eines Untersuchungsrichters bereits vergangene Woche aufgenommen.

Anfang 2018 war Naya der erste Wolf gewesen, der seit rund 100 Jahren wieder in Belgien gesichtet worden war.

Kay Wagner

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