Bekommt die SP.A schon am Freitag einen neuen Vorsitzenden?

Bei den flämischen Sozialisten SP.A steht vielleicht schon Freitag ein Führungswechsel an. Die Parteimitglieder hatten in den letzten Wochen die Möglichkeit, sich für einen der drei Kandidaten für die Nachfolge des amtierenden Präsidenten John Crombez zu entscheiden. Am Freitag werden die Ergebnisse der Abstimmung erwartet. Sollte ein Kandidat schon jetzt die absolute Mehrheit erzielt haben, dann würde der sofort den Vorsitz übernehmen. Als Favorit gilt der erst 26-jährige Conner Rousseau.

Conner Rousseau

Conner Rousseau gilt als der aussichtsreichste Kandidat für den SP.A-Vorsitz (Bild: Nicolas Maeterlinck/BELGA)

Das Stühlerücken geht weiter. In der politischen Landschaft in Flandern und in der Wallonie wird man bald viele neue Gesichter sehen, beziehungsweise alte Gesichter in neuen Funktionen. In der Wallonie hat sich ja schon die PS mit Paul Magnette einen neuen Vorsitzenden gegeben. Bei der MR und DéFI laufen ebenfalls Prozeduren zur Wahl eines neuen Präsidenten.

In Flandern ist die Lage vergleichbar: Die CD&V wird Anfang Dezember einen neuen Vorsitzenden küren. Bei der liberalen OpenVLD stehen wohl Anfang kommenden Jahres Vorstandswahlen an. Bei Groen wurde die bisherige Vorsitzende Meyrem Almaci gerade in ihrem Amt bestätigt.

Und die Sozialisten werden vielleicht schon Freitag wissen, wer der Nachfolger von Parteichef John Crombez wird. In den letzten Wochen hatten die 40.000 Mitglieder der Partei die Möglichkeit, sich für einen der drei Bewerber auszusprechen. Mit Abstand der bekannteste ist der erst 26-jährige Conner Rousseau. Die bisherige Nachwuchshoffnung war schon Fraktionschef der SP.A im flämischen Parlament.

Sollte er bereits Freitag die absolute Mehrheit erzielt haben, dann übernimmt er quasi postwendend die Fackel seines Vorgängers. Anderenfalls kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Auf den neuen SP.A-Chef warten enorme Herausforderungen: Nach einer Serie von Wahlschlappen hatten die flämischen Sozialisten am 26. Mai nur noch rund zehn Prozent der Stimmen erzielen können.

Roger Pint

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