Ärzte warnen vor globaler Gesundheitsgefahr durch den Klimawandel

Der Klimawandel hat bedeutende Auswirkungen auf die Volksgesundheit, besonders auf die Schwächsten. Das schreiben tausend belgische Ärzte in einem offenen Brief an die Politik.

Arzt

Illustrationsbild: Pixabay

In dem Schreiben, das die Tageszeitung Le Soir Donnerstag veröffentlicht, bemängeln die Ärzte die mangelnden Reaktionen der verschiedenen Regierungen in Belgien.

Deshalb verlangten sie, ähnlich wie die aktuellen Umweltbewegungen, eine sofortige und angemessene Reaktion auf die – so wörtlich – größte globale Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Man müsse sich nicht nur um Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren sorgen, sondern auch um die Gesundheit.

Die Ärzte sprechen von einer Zunahme von Atemwegserkrankungen, der Ausbreitung von tropischen Krankheiten und einem Anstieg bestimmter Infektionskrankheiten. Belgien müsse in erster Linie seine Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausemissionen verstärken.

belga/cd

Kommentar hinterlassen
12 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    „Belgien müsse in erster Linie seine Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausemissionen verstärken.“

    Um dies zu erreichen ist es dringend notwendig, dass rückständige Länder wie Belgien, England und Polen den unerreichbar dreckigen Kohleofen in den Haushalten bzw. den Besitz von schmutzigen Kohlebriketts verbieten sowie die drei Hochöfen von Gent auf Elektrobefeuerung- bzw- Wasserstoff-Reduktion des Eisenerzes umstellen, wie es bereits in anderen Ländern in Planung ist.

    Das Eisenbahnnetz der SNCB, Frankreichs und der osteuropäischen Eisenbahnen ist schnellstens zu decarbonisieren durch moderne Elloks, wie es seit langem in allen deutschsprachigen Ländern gemacht wird. Schrottreife Uralt-Dieselloks ohne EURO-3 / TIR-0 gehören aufs Abstellgleis, zuzüglich der äußerst durstigen dieselhydraulischen Baureihe 77, in riesiger Stückzahl von ca. 200 Lokomotiven gebaut für Flandern und die Wallonie während der Jahrtausenwende aber komplett ohne Abgasnorm und Rußfilter!

  2. Guido Scholzen

    Rein statistik gesehen, und Klima ist nichts anderes als eine Statistik, ist die jetzige natürliche Erwärmung vergleichbar mit der vor ca.1000 Jahren, der Beginn des mittelalterlichen Optimum.
    Im Mittelalter war die Malaria eine auch in Mitteleuropa nördlich der Alpen weit verbreitete Krankheit. Vor einigen Jahren wies man in Bayern asiatische Mücken nach, die Überträger dieser Krankheit sind. Wir kriegen wieder klimatische Zustände wie im Mittelalter: die Sommer sind wärmer und schwüler. Auch in Sibirien war Malaria stets eine Plage, der Grund sind heisse feuchte Sommer (typisches Landklima), Idealbedingungen für Mücken aller Art, und diese Zustände kriegen wir mit einer Klimaerwärmung.
    Wir müssen uns in diesem Rahmen medizinisch einstellen.
    In den 1970er warnten man noch vor einer drohenden Eiszeit.
    Sterben mehr Menschen, wenn es im Sommer warm ist oder wenn es im Winter zu kalt ist?
    Wärme ist besser als Kälte.
    Investitionen in ein Gesundheitswesen sind sinnvoller als der Bau sinnloser Windräder gegen eine natürlichen Klimaschwankung.

  3. Norbert Schleck

    „Typisches Landklima“ zeichnet sich aber eher durch heiße, trockene Sommer mit geringer Luftfeuchtigkeit und relativ niedrigen Niederschlagsmengen aus statt durch schwüles Wetter. Die Winter sind dagegen bitterkalt. Schlammzeiten gibt es im Frühjahr und im Herbst. Mancher Ostbelgier hat das damals in Russland hautnah erlebt.

    Ob es im Winter hier bei uns mehr Tote durch Kälte als im Sommer durch die Bullenhitze gibt, wage ich zu bezweifeln. Aber Sie verfügen doch sicher über fundierte Zahlen. „Zu kalt“ würden Kongolesen und Eskimos verschieden beantworten.

    „Wärme ist besser als Kälte.“ Ihr alter Slogan: „Ein warmes Klima ist ein gutes Klima.“ Der Eisbär wird vehement widersprechen, die Malariamücke Ihnen dagegen begeistert beipflichten.

    Der Bau von Windrädern sei „sinnlos“? Selbst dann nicht, wenn sie nur dazu dienen würden, uns zum Teil aus der Abhängigkeit von den Potentaten im Nahen Osten zu befreien.

    Übrigens, Herr Scholzen, wie ist das mit dem Vorsorgeprinzip? Beim Impfen ja, beim Klima nein?

  4. Julian Herzet

    Herr Scholzen widerspricht nicht nur den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Klimaforscher sondern auch der Meinung der Ärzte. Ein weiteres stabiles Genie weilt unter uns. Zudem verbreitet er falsche Informationen, indem er behauptet, im Mittelalter sei es wärmer gewesen als heute. Dies trifft zwar regional zu, aber nicht global.
    Dass er immer noch von natürlicher Erwärmung spricht und den wissenschaftlich nachgewiesenen Einfluss des Menschen auf die Klimaerwärmung in den letzten hundert Jahren leugnet passt ins Bild.
    Wer soll ihn noch ernst nehmen?

  5. Guido Scholzen

    Es grassiert wirklich viel Klimaquatsch und Energienonsens in den Köpfen der Leute.
    Dann räumen wir mal auf.
    1. Der Eisbär stirbt nicht aus. Um 1960 gab es 5-10.000 Tiere, seit den 1990er bis heute ca. 20-25.000 Eisbären. die beobachteten Populationen sind alle stabil. Das „Aussterben des Eisbären“ sind grün-ideologische Fake-News.
    2. Kein einziges Windrad nutzt dem öffentlicher Stromnetz, da nicht grundlastfähig. Man kann ALLE Windräder auf einmal vom Netz holen und wir haben trotzdem Strom dank konventioneller Kraftwerke „im Hintergrund“, die aber den wirklich nutzbaren Strom machen.
    3. Wer sich in den1990er mit Klima beschäftigte, musste zuerst mal wissen, was kleine Eiszeit und mittelalterliches Wärmeperiode ist. Die Aussage damals waren, dass menschenemittiertes CO2 eine ZUSÄTZLICHE Erwärmung auslösen würde, genannt ‚Hockeyschläger-Kurve‘. Diese Erwärmung ist nicht eingetreten! Die existiert nur in fiktiven unrealistischen Computersimulationen. Deshalb wurde ich zum Skeptiker.
    4. Wenn ein warmes (natürliches) Klima nur anders ist, aber nicht generell schlecht, warum dann ein Vorsorgeprinzip?

  6. Norbert Schleck

    „Wer soll ihn noch ernst nehmen?“ Eigentlich niemand, aber da es immer welche gibt, die solchen, mit dem Fanatismus eines Konvertiten (von wegen „Skeptiker“) vorgetragenen Behauptungen glauben, muss man ihm widersprechen.

    Nein, Herr Scholzen, ich habe nicht geschrieben, dass die Eisbären (trotzdem eine gefährdete Tierart, machen Sie sich mal kundig) aussterben, sondern nur, dass sie an kaltes Klima angepasst sind und tropische Hitze sicher nicht goutieren würden.

    Nichtfossile Energiquellen sinnlos? „Grundlast?“ Isch out, Residuallast isch in.

    Zu 3: Die Kronzeugen ExxonMobile, aber auch Shell: „Shell wusste schon vor 30 Jahren im Detail über den Treibhauseffekt Bescheid – und entschied zu schweigen.“ (SPIEGEL 16.04.2018 im Archiv nachzulesen, Studie in extenso im Internet: „The Greenhouse Effect“)

    Zum Vorsorgeprinzip: Wenn die Voraussagen zutreffen sollten, hätte die Menschheit keine Chance, das Experiment abzubrechen und neu zu starten.
    Wollen Sie diese Verantwortung übernehmen, Herr Scholzen? Anscheinend ja, aber das werden Sie bestimmt nicht mehr auszubaden haben.

  7. Alexander Hezel

    Das perfide am Klimaleugnertum, wie es von Scholzen et al. praktiziert wird, ist dass – laut ihnen – alles den Anschein hat „normal“ zu sein. Bei einer Krebserkrankung scheint zunächst auch alles „normal“ zu sein, bis Symptome auftreten (Vorsorgeuntersuchungen helfen!)…

    Bei Krebs würde aber wahrscheinlich jeder zum Onkologen gehen und nicht Scholzen et al. zurate ziehen – warum beim Klima dann auf die Leugner hören, wenn es den Weltklimarat IPCC, die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), die NASA, Universitäten, das KMI usw. gibt?

    Kaufen Sie ihre Wurst beim Metzger oder bei den Leuten, die im Kaffee viel über Wurst sprechen?

  8. Volker Hauser

    Zitat G. Scholzen: „Kein einziges Windrad nutzt dem öffentlicher Stromnetz, da nicht grundlastfähig. Man kann ALLE Windräder auf einmal vom Netz holen und wir haben trotzdem Strom dank konventioneller Kraftwerke „im Hintergrund“, die aber den wirklich nutzbaren Strom machen.“

    Jedes KW Strom, dass durch regenerative Energien erzeugt muss nicht von konventionellen Kohle-, Gas oder Atomkraftwerken erzeugt werden.
    Insofern ist die Aussage von G. Scholzen völliger Unsinn. Auch Strom aus erneuerbaren Energien ist „wirklich nutzbarer Strom“. Die Tatsache, dass der Anteil erneuerbarer Energie bei der Stromerzeugen stetig steigt und in Deutschland mittlerweile über 30% beträgt verdeutlicht dies.
    Richtig ist auch, dass die Frage der Grundlast bei steigendem Anteil EE ihre Bedeutung verliert. Bei einer Energieerzeugung durch RE geht es um die Frage der Residuallast, nicht der Grundlast. In einer Übergangszeit bedarf es jedoch noch ergänzender Brückentechnologie.
    Sie irren, Herr Scholzen.

  9. Guido Scholzen

    @Volker Hauser
    Sind Sie auch Mitglied in Club der Kurzschluss-Elektriker? Herzlichen Glückwunsch.
    Wenn keine regulierbare Grundlastfähigkeit vorhanden ist, dann hat man keinen Strom. Worin unterscheidet sich denn „grüner Strom“ für’s Netz physikalisch von Kohle- und kernkraftstrom?
    Ihr mit euer „Residuallast“. Ihr wollt die ganze Welt damit versorgen, und könnt bis dato noch nicht mals ein einziges Dorf damit versorgen. Das, und nur das ist die Realität. Wo funktioniert denn eure Residuallast-EE/AE-Grundversorgung? Bitte aufzählen inkl. Kosten.
    Auch die öko-Religion kommt nicht aus ohne eine „Mär der wunderbaren Brotvermehrung“. Willkommen im Schlaraffenland des alternativen Energieparadieses.
    Immer mehr Menschen hängt euer Abzockmodell zum Hals raus, weil es ausser Versprechungen und Lügen nichts produziert.
    Die meisten Religionen versprechen ein Paradies im Jenseits, ihr aber wollt schon ein Paradies im Diesseits kreieren. Und deshalb werdet ihr scheitern. Wenn das alles wahr ist, was ihr predigt, weshalb wehren sich denn immer mehr Menschen dagegen?

  10. Wahl, Joachim

    Selbstverständlich ist auch Strom aus Wind und Solar nutzbar. Dieser ist aber starken Schwankungen unterworfen und folgt nicht dem tatsächlichen Verbrauch im Netz. Da nützen die 30% in D’land auch nichts, da es sich um hier eine kumulierte Leistung handelt. Bei zu viel „Angebot“ wird ins Ausland verschoben oder abgeregelt, bei zu wenig muß die sog. Residuallast durch konventionelle Kraftwerke zugeführt werden. Was hier „rein ökologisch“ als machbar beschrieben wird, ist der Verzicht auf residuallastfähige, d.h. konventionelle Kraftwerke. Trotz guter Glaubensvorsätze und ohne immer wieder angepriesene Brückentechnologie geht das nicht! Die Physik ist gnadenlos; wer rechnen kann, ist klar im Vorteil!

  11. Alexander Hezel

    Herr Scholzen, wer soll Sie eigentlich, angesichts ihrer ewigen Tiraden („Ökoterroristen/-dschihadisten“, Gleichstellung von Menschen, die sich für Klima und Umwelt einsetzen, mit Verbrechern und sogar Nazis, usw. – siehe Ostbelgiendirekt, denn hier im BRF-Kommentarbereich fehlt ihnen wahrscheinlich der Mut zu ihrer Meinung und außerdem wird die Netiquette hier noch respektiert) überhaupt noch ernst nehmen? Sie können noch so viele Fachbegriffe aufhäufen, um den Anschein eines „Experten“ zu geben, aber ihr krankhafter Hass auf alles, was „links-grün-versifft“ ist, wird Sie immer verraten.

    Zur Information: Am Neujahrstag 2018 am frühen morgen wurde (ganz!) Deutschland zum ersten mal in der Geschichte vollständig mit Öko-Strom versorgt. (Süddeutsche Zeitung vom 4. Januar 2018, bestätigt durch deutsche Netzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium)
    Ja, die Bedingungen waren günstig und die Nachfrage war niedrig, aber es zeigt: Es funktioniert schon jetzt! Man stelle sich nur einmal vor, was noch alles möglich wäre, wenn Speicherwerke, intelligente Netze und europäische Stromnetzintegration weiter voranschreiten!

  12. Guido Scholzen

    der Titel dieses Berichtes heisst:
    „Ärzte warnen vor globaler Gesundheitsgefahr durch den Klimawandel“

    reeller wäre folgender Bericht:
    „Ärzte warnen vor globaler Gesundheitsgefahr durch die Energiewende“

    Wenn Krankenhäuser keinen grundlastfâhigen Strom haben, siehst düster aus.
    Aus dem Grund brauchen ärmere Länder zuerst mal eine richtige Stromversorgung.
    Ich habe fertig.

Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150