Immer mehr Unternehmen führen Vergütung für Radfahrer ein

Die Zahl der Belgier, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, nimmt weiter zu. Und Unternehmen unterstützen das immer häufiger mit einer Vergütung.

Fahrradfahrer (Illustrationsbild)

Illustrationsbild: Pixabay

Das Fahrrad nur am Wochenende oder in der Freizeit zu benutzen ist mit Blick auf das Klima zu wenig. Immer mehr Betriebe bieten inzwischen Kilometervergütungen an, um ihre Angestellten zu motivieren, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen.

Wegen eines Sozialabkommens, das Anfang des Jahres beschlossen wurde, können künftig 800.000 weitere Arbeitnehmer von einer solchen Vergütung profitieren. Schon jetzt besteht die Möglichkeit für rund zwei Millionen Arbeitnehmer im Privatsektor. Der Kreis erweitert sich jetzt um etwa 40 Prozent.

Steigende Tendenz

Auch in Unternehmen, in denen es diese Vergütung (noch) nicht gibt, nehmen viele Arbeitnehmer das Rad. Dort liegt die Zahl der Radfahrer bei sieben Prozent. In den Unternehmen mit Vergütung sind es allerdings mehr – zwölf Prozent.

Die Tendenz ist steigend: Immer mehr Arbeitnehmer fragen diese Vergütung an und nutzen sie. Vor drei Jahren waren es um die 400.000 Beschäftigte, mittlerweile sind es mehr als 550.000. Das geht aus den Statistiken des Föderalen Öffentlichen Finanzdienstes hervor.

Die Flamen sind – was das Radfahren zur Arbeit betrifft – vorbildlicher als die Wallonen und die Brüsseler. 15 Prozent der Flamen fahren mit dem Rad zur Arbeit.

E-Bikes

Die E-Bikes machen es inzwischen leichter, sich für das Fahrrad zu entscheiden. Nicht jeder hat einen flachen, angenehmen Radweg zur Arbeit, und nicht jeder ist gleich fit. Mit E-Bikes sind die Strecken leichter zu schaffen.

Mit dem E-Bike kann man auch mal Gas geben, so 45 Stundenkilometer können sie schnell sein. Inzwischen sind mehr als 45.000 E-Bikes in Belgien unterwegs.

Und wenn man auf dem Arbeitsweg auf dem Fahrrad ins Schwitzen gerät, gibt es in einigen Unternehmen schon eine Lösung. Dort gibt es Duschen, in denen sich die Mitarbeiter frisch machen können.

morgen/js/est

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2 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Was für ein Schwachsinn. Die große Luftverschmutzung kommt nicht von den leichten PKWs, sondern aus den schweren LKWs, den Kohlehochöfen (z.B. drei qualmen von denen in Gent), den Kohleheizungen in der Wallonie und den stetig wachsenden Kohlekraftwerken in Polen, Griechenland, Türkei, Spanien.

    Statt dieser lustigen Fahrradsubventionen in einem Land wo es fast täglich regnet und im Winter der Schneematsch nicht weggeräumt wird auf den kaputten Schlaglochstraßen wären Investitionen in Fahrdienste, Weiterbildungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen weit besser angebracht.

  2. Marc Despineux

    Ich fahre mit dem Rad zur Arbeit da ich 4 Minuten statt 15 Minuten, mit dem Auto, brauche. Ich wohne in Eupen und habe wenig mit Regen oder Schnee zu tun. Kleidung gegen Regen ist aber kein Problem. Entspannt nach Hause mit dem Rad ist es allemale wert. Ganz von Gesundheit und Einsparung sowie Ausstoß abgesehen

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