Zehn Jahre nach Milchstreik: Traktoren auf dem Weg nach Ciney

Hunderte Landwirte haben am Montag in Ciney an den Milchstreik vor zehn Jahren erinnert.

Landwirte haben sich mit ihren Traktoren in St. Vith versammelt, um nach Ciney zu fahren (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Landwirte haben sich mit ihren Traktoren in St. Vith versammelt, um nach Ciney zu fahren (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Wegen der Krise im Milchsektor hatten am 16. September 2009 Landwirte insgesamt drei Millionen Liter Milch in einem Feld ausgeschüttet.

In Erinnerung daran hatten sich am Montag mehrere hundert Traktoren aus ganz Belgien und auch aus dem Ausland auf den Weg nach Ciney gemacht. Auch ostbelgische Landwirte nahmen an der Aktion teil.

Landwirte haben sich mit ihren Traktoren in St. Vith versammelt, um nach Ciney zu fahren (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Bild: Raffaela Schaus/BRF

Die Landwirte wollten darauf aufmerksam machen, dass die Lage im Milchsektor und in anderen landwirtschaftlichen Bereichen weiterhin kritisch ist. Der Milchpreis ist für viele Landwirte immer noch zu niedrig.

Yves Vandevoorde vom wallonischen Landwirtschaftsverband Fugea erklärt, nichts habe sich seit dem Milchstreik geändert, im Jahr 2015 habe es eine weitere Milchkrise gegeben und auch im kommenden Jahr sei man nicht vor einer neuen Krise geschützt. Europa habe nicht die notwendigen Schritte unternommen, um den Milchpreis zu regulieren.

Auch die Viehzüchter sind beunruhigt. Sie befürchten, dass internationale Verträge wie Ceta und Mercosur die Preise drücken könnten.

Auch in St. Vith hatten sich am Montagmorgen Landwirte mit ihren Traktoren versammelt, um nach Ciney zu fahren.

Landwirte haben sich mit ihren Traktoren in St. Vith versammelt, um nach Ciney zu fahren (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Bild: Raffaela Schaus/BRF

belga/est/rasch/sr

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Ein Kommentar
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Gut so. Gegen diesen Marktmißbrauch der internationalen Großkonzerne gegen unsere kleinen Landwirte, unterstützt von unseren Schutzgeldzahlungen an die krachend gescheiterte EU, muss sich alles was an Landwirten in Belgien, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden einer ehrlichen Arbeit nachgeht, in das nächste Mal noch viel größerer Zahl vor den Bonzenvierteln des Großkapitals in Brüssel lautstark versammeln.

    Den EU-Beamten ist klar zumachen, dass niemand die Solidarität unserer Bauern aus Mitteleuropa kaputt machen kann und wir für den Tierschutz wie für die Belange unserer hart arbeitenden Bauern grenzenlos an einem Strang ziehen. Niemand wird unseren Willen nach einer gerechten Befriedigung der Grundbedürfnisse von Mensch und Tier brechen.

    Gemeinsam sind wir stark!

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