„Es dauert nur zwei Sekunden“: Neue Sicherheitskampagne von Touring

"Es dauert nur zwei Sekunden" ... um den Lippenstift aufzusetzen, etwas Wasser zu trinken oder mit den Kindern, die hinten im Auto sitzen, zu lachen. Diese zwei Sekunden aber lenken den Autofahrer ab und das kann gefährlich sein. Davor warnt der Automobilclub Touring.

Auto (Illustrationsbild: Pixabay)

Illustrationsbild: Pixabay

Touring ruft die Autofahrer dringend dazu auf, konzentrierter zu sein, wenn sie hinterm Steuer sitzen. Unaufmerksamkeit kann schlimme Folgen haben, sagt Touring. Slogans wie „Kein Alkohol am Steuer“ oder „Hände weg vom Handy“ kennt man ja schon, mit der neuen Kampagne aber soll Autofahrern bewusst gemacht werden, dass man sich beim Autofahren auf das Fahren konzentrieren sollte. Und zwar möglichst nur darauf!

Denn tatsächlich sind wir am Steuer öfter abgelenkt als wir denken, zum Beispiel vom Radio, vom Navigationsgerät oder auch den Kindern, die sich hinten im Auto vielleicht zoffen. All das passiert in kurzen Augenblicken, in wenigen Sekunden, bedeutet aber immer, dass ich in den Momenten den Blick nicht auf der Straße habe – und das ist riskant, sagt Touring. Riskant nicht nur für den Autofahrer, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer, zu Beispiel Radfahrer und Fußgänger.

Laut Touring sind wir 25 bis 30 Prozent der Zeit hinterm Steuer abgelenkt. Und nur zwei Sekunden Unaufmerksamkeit können reichen, um in einen Unfall verwickelt zu werden, sagt Danny Smagghe von Touring. Kurz zusammengefasst sagt Smagghe: Wir sind beim Autofahren mit allem Möglichen beschäftigt, nur nicht mit dem Straßenverkehr.

Dabei wirkt sich eine Ablenkung selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten zwischen 30 und 50 km/h auf das Fahrverhalten aus. Die meisten Fahrer können bei dem geringen Tempo nicht vor einem plötzlich auftretenden Hindernis bremsen.

Auch ist wissenschaftlich belegt, dass laute Musik im Auto die Reaktionsfähigkeit verlangsamt. Das hat wohl damit zu tun, dass sich der Fahrer mehr aufs Hören konzentriert als aufs Gucken und Beobachten dessen, was auf der Straße passiert. Das gilt übrigens auch für Fußgänger und Radfahrer – auch die können, wenn sie Musik über Kopfhörer hören oder aufs Smartphone gucken, bei einem drohenden Zusammenstoß mit einem Auto nicht schnell genug reagieren.

belga/vrt/jp

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