Sozialkonflikt bei Proximus: Zwei Schlichter eingesetzt

Bei Proximus werden jetzt zwei Schlichter die Verhandlungen um einen Sozialplan begleiten. Es handelt sich um einen frankophonen und einen flämischen Vermittler. Ihre Aufgabe ist es zunächst, die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.

Bild: James Arthur Gekiere /BELGA

Bild: James Arthur Gekiere/Belga

Sie waren letzte Woche unterbrochen worden, nachdem bekannt geworden war, dass Proximus-Chefin Dominique Leroy das Unternehmen verlässt. Sie übernimmt zum 1. Dezember den Chefsessel beim niederländischen Konkurrenten KPN.

Die Gewerkschaften verlangen, dass Leroy das Unternehmen sofort verlässt. Außerdem wollen sie die Sanierungspläne der Direktion gründlich korrigieren. Die Proximus-Direktion hofft auf eine Einigung innerhalb der nächsten Wochen.

Proximus streikt in Verviers, Lüttich und St. Vith

Auch am Donnerstag wird wieder bei Proximus gestreikt. Die Stimmung im Telekommunikationsbetrieb ist seit der Ankündigung des Wechsels von CEO Dominique Leroy zu KPN angespannt.

Zur spontanen Arbeitsniederlegung von Proximus-Mitarbeitern kommt es vor allem in der Wallonie. Betroffen sind unter anderem die Proximus-Niederlassungen in Lüttich, Verviers und St. Vith. Die Gewerkschaften haben nicht zum Streik aufgerufen, unterstützen diesen jedoch. Man verstehe den Unmut der Mitarbeiter, die den Weggang von Leroy als Verrat empfinden.

In den letzten beiden Tagen war es zu Protestaktionen gekommen. Landesweit blieben deshalb einige Proximus-Filialen geschlossen.

Spannungen bei Proximus halten an

belga/vrt/lo/sh

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