Spannungen bei Proximus halten an

Beim Telekomanbieter Proximus geht der Konflikt zwischen der Unternehmensführung und den Gewerkschaften weiter. Erneut kam es am Mittwoch zu spontanen Arbeitsniederlegungen von Proximus-Mitarbeitern, hieß es seitens der Gewerkschaften. Bemühungen um eine Mediation zwischen Unternehmensführung und Gewerkschaften führten am Mittwoch zu keinem Ergebnis.

Proximus-Tower in Brüssel

Proximus-Tower in Brüssel (Bild: Benoit Doppagne/Belga)

Blockade an allen Fronten – so sieht es gerade bei Proximus aus im Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Unternehmensführung.

Seit der Ankündigung des Wechsels von Leroy zu KPN vergangene Woche haben die Gewerkschaften die Gespräche zur Neustrukturierung von Proximus ausgesetzt. Sie befürchten, dass Leroy mit all ihrem Insiderwissen über die neuen Strukturen bei Proximus später mit KPN eine Übernahme von Proximus planen könne.

Am Dienstagabend hatte die Unternehmensführung dann eingewilligt, eine Mediation mit den Gewerkschaften zu starten. Erste Vorgespräche dazu scheiterten allerdings am Mittwochnachmittag. „Weil die Unternehmensführung den Rahmen für die Mediation zu eng gestalten will“, hieß es seitens der Gewerkschaften.

Nur zwei Wochen hätte die Mediation maximal dauern sollen. Außerdem hätten nur bestimmte, vorher festgelegte Themen angesprochen werden sollen. Das lehnen die Gewerkschaften aber ab. Sie haben jetzt das föderale Arbeitsministerium offiziell dazu aufgefordert, einen Mediator für den Konflikt zu benennen.

Kay Wagner

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