Studie belegt: Belgien hat überdurchschnittlich viele Gangster-Dschihadisten und Wiederholungstäter

In Belgien ist der Anteil der Gangsterdschihadisten auffallend hoch. Das belegt eine aktuelle Studie. Die Ergebnisse stehen Mittwoch in der Zeitung Het Laatste Nieuws.

Illustrationsbild: Laurie Dieffembacq/BELGA

Gleichzeitig ist die Quote der Wiederholungstäter in Belgien besonders hoch.

Mit Gangsterdschihadisten sind Straftäter gemeint, die erst eine kriminelle Karriere einschlagen und sich dann dem islamistischen Terror zuwenden. In Belgien hat etwa jeder zweite islamistische Terrorist eine kriminelle Vorgeschichte, im europäischen Durchschnitt ist es jeder Vierte. Etwa 20 Prozent werden nach ihrer Freilassung erneut wegen Terrorismus festgenommen. Im europäischen Duchschnitt sind es sieben Prozent.

Für die Studie wurden die Fälle von 326 Personen in elf Ländern untersucht, die im Jahr 2015 wegen Terrorismus festgenommen oder ausgewiesen wurden oder als Attentäter starben. Im Schnitt waren sieben Prozent von ihnen zuvor schon einmal wegen Terrorismus festgenommen worden.

b/sh

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Ein Kommentar
  1. Peter Schallenberg

    Der Begriff „Gangsterdchihadisten“ ist recht unglücklich gewählt und befeuert letztlich nur den rechten Rand in unserer Gesellschaft. Deswegen wäre hier eine neutralere Titulierung angebracht!

    Auch wird völlig außer Acht gelassen, das es sich hierbei häufig um Einzeltäter handelt, die zum Beispiel aus einer psychischen Notlage heraus kriminalisiert werden. Diesen Menschen zwar den Titel „Gangsterdchihadisten“ aber sonst keine Hilfe zukommen zu lassen ist wenig erfolgversprechend.

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