Flämische Unternehmer fordern pauschale Einkommenssteuer von 20 Prozent

50 flämische Unternehmer haben die Regierungen in Flandern und auf der föderalen Ebene zu weitgehenden gesellschaftlichen Reformen aufgerufen. Die Vorschläge betreffen sowohl den Arbeitsmarkt als auch Sozial- und Umweltpolitik, Verkehr, Rechtswesen, Gesetzgebung und die politische Organisation des Landes. Durch diese Reformen soll Belgien zu einem der "besten Länder" von Europa werden.

Arbeit

Illustrationsbild: Pixabay

Der Aufruf der Unternehmer ist am Dienstag in der Wirtschaftszeitung „De Tijd“ veröffentlicht worden. Einige der Vorschläge sind revolutionär und überraschen. So sprechen sich die 50 Unternehmer klar gegen Systeme zur Steueroptimierung aus. Steuerschlupflöcher müssten gestopft werden. Durch eine pauschale Einkommenssteuer von 20 Prozent auf jegliche Einkommen von Unternehmen und Privatpersonen soll das Steuerwesen vereinfacht und gerechter werden.

Die Unterzeichner fordern einen starken Abbau von Subventionen jeglicher Art.

Abgaben für Umweltbelastungen müssten steigen. Zum Beispiel sollte eine Flugsteuer eingeführt und die Steuern auf fossile Brennstoffe deutlich angehoben werden. Das würde es ermöglichen, die Abgaben auf Arbeit zu senken.

Einwanderer sollten so schnell wie möglich die Chance bekommen, zu arbeiten. Auch wenn sie keine Papiere besitzen. Eine Studie sollte klären, wie viele Neuankömmlinge eine Gesellschaft fähig sei, pro Jahr aufzunehmen, ohne dadurch ihre Identität zu verlieren.

Obdachlosen sollten Wohnmöglichkeiten angeboten werden. „Ein Leben auf der Straße ist unwürdig“, heißt es in dem offenen Brief.

Kay Wagner

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