Gelbwesten wegen Bombenbastelns verurteilt

Ein Gericht in Charleroi hat vier Gelbwesten zu Freiheitsstrafen zwischen zwei und zweieinhalb Jahren verurteilt, zum Teil auf Bewährung. Die vier Männer wurden für schuldig befunden, Bomben selbst gebastelt zu haben, um sie gegen Polizisten zu verwenden.

Gelbwesten (Illustration)

Illustrationsbild: Boris Horvat/AFP

Die Polizei war den Bombenbastlern auf die Spur gekommen, nachdem sie in Charleroi einen Mann der Gelbwesten-Bewegung festgenommen und in seinem Rucksack einen Sprengsatz gefunden hatte.

Daraufhin nahm die Polizei Ermittlungen auf. Vier Männer wurden letztlich vor Gericht angeklagt, mehrere solcher Sprengsätze gebaut zu haben, um sie bei Protesten der Gelbwesten in Feluy zu benutzen.

Selbstgedrehte Videos der Bombenbastler zeigen Testsprengungen. Bei der Explosion der Bomben entstanden bis zu zwei Meter hohe Flammen, Aluminium-Stücke wurden in die Luft gesprengt. Die Anleitung zum Bombenbasteln hatten sich die Männer aus dem Internet geholt.

Drei Gelbwesten bekamen ihre Gefängnisstrafe auf Bewährung. Der vierte Angeklagte muss tatsächlich hinter Gitter. Er war beim Prozess nie erschienen. Sein Anwalt will laut RTBF gegen das Urteil Berufung einlegen.

Die Mutter und die Frau eines Angeklagten wurden der Mithilfe für schuldig befunden. Sie hatten die Bomben in einem Garten versteckt. Rechtswirksam verurteilt wurden sie deshalb aber nicht.

Kay Wagner

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