Gesundheitsrisiko Planschbecken: Das ist zu beachten

Sommerzeit ist Badezeit! Bei den heißen Temperaturen gönnen sich viele eine Abkühlung im Planschbecken oder Pool im heimischen Garten. Um Gesundheitsrisiken klein zu halten, sollte das Wasser aber konsequent sauber gehalten werden.

Illustrationsbild: Pixabay

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Der Badespaß im heimischen Becken ist nicht ohne gesundheitliche Risiken. Horrorgeschichten über Infektionen durch Bakterien oder Salmonellen gibt es immer wieder. Doch wer solchen Geschichten zu viel Glauben schenkt, der lässt es lieber gleich bleiben mit dem Gartenpool.

Wenn man nämlich ein paar grundsätzliche Maßnahmen in Sachen Hygiene beachtet, dann können Kinder im hauseigenen Schwimmbecken bedenkenlos Spaß haben.

Wasserwechsel

Man sollte das Wasser im Planschbecken oder Pool mindestens zweimal in der Woche austauschen. Manche Biologen sagen auch täglich. Eine genaue Regelung gibt es nicht. Wichtig ist die Frage, ob ein Kind das Becken allein nutzt oder mit mehreren Kindern zusammen. Je mehr Kinder im Pool sind und je höher die Außentemperatur ist, desto schneller verkeimt das Wasser und umso häufiger sollte man es wechseln.

Man ist auch gut beraten, das Becken mit einer Plane abzudecken, wenn man es nicht mehr nutzt. Dann verhindert man, dass Blätter hineinfallen oder dass Katzen und Hunde sich nachts daran zu schaffen machen.

Badewasser kann schon belastet sein, bevor man es ahnt. Im Wasser bildet sich mit der Zeit ein Cocktail aus Hautpartikeln, Schweiß, Insektenleichen und vielleicht sogar Fäkalbakterien – darin vermehren sich Algen und Pilze prächtig. Das muss nicht gleich krank machen, aber das Risiko für Durchfall und Entzündungen steigt von Tag zu Tag.

Chlortabletten oder Filteranlagen

Ab einer gewissen Beckengröße sollte man seinen Pool auch mit Spezialprodukten desinfizieren. In Antwerpen hat es dazu eine breite Untersuchung gegeben. Das Hygieneinstitut der Provinz hat eine Reihe von privaten Schwimmbecken untersucht und Stichproben des Badewassers genommen, mit dem Ergebnis, dass fast überall die bakteriellen Werte in Ordnung waren. Und sie waren gut, weil in fast allen getesteten Pools Desinfektionsmittel zum Einsatz kamen – entweder Chlortabletten oder Filteranlagen.

Beim Chlor ist allerdings Vorsicht geboten: zu viel schadet. Man riskiert gereizte Augen oder eine Bindehautentzündung. Für Planschbecken sind Desinfektionsmittel sowieso nichts. Hier lieber das Wasser jeden Tag wechseln und damit die Blumen gießen.

Regenwasser

Den Pool mit Regenwasser statt mit kostbarem Trinkwasser zu befüllen – dagegen ist nichts einzuwenden. Zwar befinden sich auch im Regenwasser Bakterien, aber die sind auch in Badeseen vorhanden.

Es gibt aber auch bei der Regenwassernutzung Dinge zu beachten, zum Beispiel beim Standort: Wo wurde das Wasser gesammelt? In einer Tonne unterm Dach? Dann wird Schmutz vom Dach herunter geschwemmt. In dem Fall sollte man zwischen Regenrinne und Wassertonne einen Filter setzen. Im Schwimmbecken gibt man dann Chlor dazu, und dann sind alle Bakterien im Regenwasser beseitigt.

Voraussetzung ist allerdings, dass der PH-Wert des Wassers stimmt. Der PH-Wert muss zwischen 7,0 und 7,4 liegen, nur dann wirkt das Chlor. Entsprechende Tester sind im Handel erhältlich.

vrt/jp/mg

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