Belgien könnte IS-Kämpfer zurückholen

Die Regierung schließt eine Rückkehr der Syrienkämpfer nicht mehr aus. Belgien plädiert aber für eine gemeinsame Position der betroffenen EU-Staaten. Das erklärten Premierminister Michel und Justizminister Geens.

Syrien-Kämpfer

Bild: Fadel Senna/AFP

Die N-VA will erst Möglichkeiten prüfen, den Syrienkämpfern die belgische Nationalität abzuerkennen. Der frühere Innenminister Jambon sagte in der VRT, nur wenn das nicht machbar sei, solle man von Fall zu Fall entscheiden, ob IS-Kämpfer nach Belgien zurückkehren können oder nicht.

Am Wochenende hatte US-Präsident Trump europäische Länder unter Druck gesetzt. Über Twitter forderte er sie dazu auf, ihre in Syrien gefangengenommenen Landsleute zurückzunehmen und vor Gericht zu stellen. Andernfalls wären die USA gezwungen, diese auf freien Fuß zu setzen.

Premier Michel (MR) hatte darüber zunächst mit seiner britischen Amtskollegin Theresa May gesprochen. In den nächsten Tagen will er auch mit den Kollegen aus Frankreich und den Niederlanden über die Lage beraten.

Die europäischen IS-Kämpfer, von denen hier die Rede ist, sitzen derzeit in Gefangenenlagern, die von kurdischen Milizen geführt werden. Da die USA ihre Truppen aus Syrien abziehen wollen, wird befürchtet, dass die Kurden ihre Gefangenen freilassen könnten – als eine Art Vergeltung.

Nach Schätzungen des Anti-Terror-Stabs OCAM geht es konkret um sechs belgische Männer, 16 Frauen und 31 Kinder. In jedem Fall müsse vermieden werden, dass Dschihadisten am Ende auf freien Fuß kommen könnten.

rop/rtbf/est

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