Alkohol am Steuer: Vias fordert Null-Toleranz für Fahranfänger

Das Verkehrssicherheitsinstitut Vias hat einen Forderungskatalog für die Regional- und Föderalwahlen im Mai erstellt. Er enthält zehn konkrete Vorschläge, wie die Sicherheit im Straßenverkehr verbessert werden kann.

Alkoholkontrolle

Illustrationsbild: Nicolas Maeterlinck/Belga

Dazu zählt die Null-Toleranz für Alkohol am Steuer, sowohl für Fahranfänger als auch für Motorradfahrer. In 17 europäischen Ländern gibt es die Null-Toleranz für Fahranfänger bereits.

Auch in Belgien ist das Thema seit mehreren Jahren auf dem Tisch, allerdings argumentieren die Gegner, dass man junge Autofahrer nicht stigmatisieren solle. Eine Vias-Umfrage hat aber ergeben, dass sich 69 Prozent der Autofahrer unter 35 Jahren für eine solche Maßnahme aussprechen und sogar 80 Prozent aller Befragten.

Außerdem fordert Vias eine Helmpflicht für Fahrradfahrer bis 14 Jahre und ein Verbot von Radarwarngeräten. Das Verkehrssicherheitsinstitut verlangt außerdem Maßnahmen zur Verbesserung der Straßeninfrastruktur, effizientere Geschwindigkeitskontrollen, schnellere und angepasstere Strafen, 30er-Zonen für alle Innenstädte, einen Speicheltest bei Verdacht auf Drogen am Steuer und einen besseren Schutz der schwachen Verkehrsteilnehmer.

2010 hat Belgien das Ziel ausgegeben, die Zahl der Verkehrstoten innerhalb von zehn Jahren um die Hälfte zu reduzieren. Damit sollen 2020 nur noch höchstens 420 Menschen auf den Straßen sterben. 2017 waren es aber immer noch 615 Verkehrstote.

vrt/rtbf/belga/jp/km

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