Schweinepest: Erster Verdächtiger vor Untersuchungsrichterin erschienen

Im Zuge der Schweinepest, die seit September im Süden der Provinz Luxemburg grassiert, ist am Mittwoch ein erster Verdächtiger von der zuständigen Untersuchungsrichterin verhört worden. Bei dem Mann handelt es sich angeblich um einen Mitarbeiter der Behörde Natur und Wald der Wallonischen Region, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.

Afrikanische Schweinepest

Bild: Jean-Luc Flemal/Belga

Von einem „großen Schritt nach vorne“ bei der Suche nach Verantwortlichen für die Schweinepest schreibt die Zeitung L’Avenir, die als erste von der vorläufigen Festnahme des Verdächtigen berichtete. Die Staatsanwaltschaft ihrerseits hält sich mit näheren Informationen zurück.

Laut L’Avenir handelt es sich um einen rund 60-jährigen Mann, der mit einem so genannten Vorführbefehl für maximal 24 Stunden seiner Freiheit beraubt wurde. Nach Angaben der Zeitung wird so ein Vorführbefehl nur dann ausgesprochen, wenn es ernsthafte Hinweise auf die Schuld einer Person gibt.

Mittwochvormittag soll der Mann, der auch privater Wildhüter ist, von Polizisten aus seinem Haus in der Ortschaft Buzenol abgeholt worden sein, um der Untersuchungsrichterin vorgeführt zu werden. Buzenol liegt am Rande des Gebietes, in der die Schweinepest weiterhin grassiert.

Der Mann ist kein Unbekannter in dem Dossier der Schweinepest. Die ersten Kadaver von Wildschweinen, die mit dem Virus der Schweinepest infiziert waren, sind wohl von ihm gemeldet worden. Laut Angaben der Zeitung La Meuse hatte er damals jedoch nicht sofort über seinen Fund berichtet. Bislang ist noch nicht klar, wie das Schweinepest-Virus in die Wallonie gelangt ist.

Vier Festnahmen

Mittwochabend hat die Staatsanwaltschaft in Arlon mitgeteilt, dass im Rahmen der Ermittlungen zur Afrikanischen Schweinepest mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt worden sind. Vier Personen wurden für Verhöre vorläufig festgenommen.

Kay Wagner

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