Streik bei Proximus

Der Telekomanbieter Proximus wird am Dienstag bestreikt. Das Personal will gegen die angekündigte Umstrukturierung des Unternehmens protestieren.

Bild: James Arthur Gekiere /BELGA

Bild: James Arthur Gekiere /BELGA

Zu dem Streik haben die drei Gewerkschaften aufgerufen. Sie hoffen auf eine maximale Mobilisierung. Es ist damit zu rechnen, dass alle Dienste von Proximus betroffen sein werden. Viele Boutiquen des Telekomanbieters werden wohl geschlossen bleiben. Außerdem dürften auch Techniker vereinbarte Termine nicht einhalten.

„Wir werden niemanden daran hindern zu arbeiten“, sagte Jean-Claude Philippon von der liberalen Gewerkschaft SLFP in der RTBF. Das werde aber im Übrigen auch gar nicht nötig sein. „Viele Mitarbeiter wollen eine klare Botschaft an das Management senden. Das Personal will angehört werden, und es will vor allem nichts von Entlassungen hören.“

Die Gewerkschaften haben ihre Mitglieder dazu aufgerufen, möglichst nach Brüssel zu kommen, damit man gemeinsam vor dem Proximus-Hauptsitz seinem Ärger Luft machen könne.

Die Direktion hatte eigentlich die Gewerkschaften für Dienstag zu einer ersten Informationsversammlung eingeladen. „Wir werden die Sitzung aber boykottieren“, sagt Laurent Malengreau von der sozialistischen CGSP.

Die Direktion hatte vergangene Woche den Abbau von 1.900 Arbeitsstellen angekündigt. Parallel dazu sollen aber auch 1.250 neue Jobs geschaffen werden. Der Unmut des Personals richtet sich vor allem gegen die Tatsache, dass betriebsbedingte Kündigungen nach wie vor nicht auszuschließen sind.

rop/jp

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Ein Kommentar
  1. Edgar Michaelis

    Eine Frage an unseren Premier !
    Wenn dem „CEO der Proximus“ bekannt wäre dass ihre heutige Nr. 2 einen Interessenkonflikt nicht gemeldet hätte als er 2010/2011 von IBM zur Proximus kam und wenn dann die CEO und ihre Beschwerdeabteilung dazu Stillschweigen bewahren und sich einer notwendigen Aufklärung verweigern, erfüllen dann diese nicht den Tatbestand des Vertragsbruches der Proximus gegen über ?
    Das solchen Leuten unter diesen Umständen, des eventuellen eigenen Vertragsbruches, dann erlaubt wär Gute „Proximus Mitarbeiter“ feuern zu dürfen, aus welchem Grund auch immer, ist juristisch doch sehr fragwürdig ! Wenn der Belgische Staat so etwas durchgehen lassen würde, würde er sich damit nicht selbst korrumpieren ?
    MfG

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