Fußball-Skandal: Van Holsbeeck wieder frei – Verhöre gehen weiter

Im Skandal im belgischen Fußball laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Nach inoffiziellen Angaben sollen am Mittwoch gut 20 Personen in Belgien vorläufig festgenommen worden sein, um von der Staatsanwaltschaft verhört zu werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Geldwäsche und Spielmanipulation in der 1. Fußball-Division.

Herman Van Holsbeeck

Herman Van Holsbeeck (Archivbild: Yorick Jansens/Belga)

Der ehemalige Manager von Rekordmeister Anderlecht, Herman Van Holsbeeck, hatte Glück: Seine Befragung konnte am Mittwoch im Gefängnis in Hasselt noch abgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft schickte ihn danach nach Hause. Ob nur vorläufig, blieb offen.

Der Trainer von Meister FC Brügge hingegen, Ivan Leko, musste eine Nacht im Gefängnis verbringen. Aber nur, weil die Zeit nicht gereicht habe, um das Verhör abzuschließen, sagte sein Anwalt spät in der Nacht. „Alles ist gut verlaufen“, so der Anwalt in der RTBF. „Mein Klient ist von der Polizei ein paar Stunden lang verhört worden. Aber er hat die Situation aufgeklärt.“ Der Trainer von Brügge soll Donnerstagmittag vom Untersuchungsrichter angehört werden.

Spielervermittler Mogi Bayat ist in der Nacht ebenfalls im Gefängnis geblieben. RTBF-Informationen zufolge soll er am Donnerstag weiter verhört werden. Auch zwei Schiedsrichter sind festgenommen worden. Einer von ihnen, Sébastien Delferière, sollte eigentlich am Samstag bei einem internationalen Spiel zum Einsatz kommen. Die UEFA beschloss, ihn durch einen anderen Schiedsrichter zu ersetzen.

Standard Lüttich hat inzwischen dementiert, dass der Präsident des Clubs, Bruno Venanzi, zu den Festgenommenen gehört. Das hatten mehrere Medien gemeldet.

Die Staatsanwaltschaft hat sich bisher nicht zu den Ermittlungen geäußert, sie hat für den Nachmittag eine Pressekonferenz angekündigt.

Neuer Skandal im belgischen Fußball

kwa/est

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