Belgien muss Kinder von IS-Kämpfern nicht nach Hause holen

Der belgische Staat ist nicht verpflichtet, sechs Kinder von IS-Frauen ins Land zurückholen. Das hat ein Brüsseler Gericht am Donnerstag entschieden.

Zwei Mütter und ihre sechs Kinder sitzen derzeit in einem Flüchtlingslager in Syrien fest. Nach Angaben ihres Anwalts besteht die Gefahr, dass sie bald in das Gebiet der Terrormiliz Islamischer Staat zurückgebracht werden.

Belgien habe die moralische Pflicht, sich um das Schicksal der minderjährigen Kinder zu kümmern, urteilte der Richter. Da Belgien aber in dem Camp über keinerlei Befugnisse verfügt, könne der Staat nicht dazu gezwungen werden, die Kinder nach Belgien zu holen. Außerdem gebe es keine Beweise dafür, dass die Kinder in Gefahr seien.

Die zwei Frauen sind Witwen von IS-Kämpfern. Sie wurden bereits 2013 aus Syrien nach Belgien zurückgeholt. Nachdem beide in Antwerpen ein Kind zur Welt gebracht hatten, reisten sie erneut nach Syrien.

belga/km

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