Atlas aus 17. Jahrhundert wird in Brüssel versteigert

In Brüssel soll nächste Woche ein ganz besonderer Atlas versteigert werden. Er wird auch als Google Maps des 17. Jahrhunderts bezeichnet. Sein Wert wird auf bis zu 350.000 Euro geschätzt.

Atlas Maior von Joan Blaeu: Darstellung des Vereinigten Königreichs

Atlas Maior von Joan Blaeu: Darstellung des Vereinigten Königreichs

Experten nennen ihn den schönsten Atlas, der je hergestellt wurde: die erste Ausgabe des „Atlas maior“ aus den 1660er Jahren. Er ist sogar Unesco-Welterbe. Der Atlas besteht aus 592 Karten, die alle von Hand bemalt wurden. Dazu gibt es Beschreibungen, die erläutern, was auf den Karten zu sehen ist: mehr als 3.000 Textseiten mit Beschreibungen von Kontinenten, Regionen und Ländern.

Der Atlas umfasst elf Bände und wurde vom Niederländer Joan Blaeu gedruckt. Zur damaligen Zeit kostete der Atlas 450 Gulden und galt damit als das teuerste Buch des 17. Jahrhunderts.

Der heutige Wert des Atlas wird zwischen 250.000 und 350.000 Euro geschätzt. Weltweit sind nur zwölf Exemplare in öffentlichen Sammlungen bekannt.

Die Erstausgabe, die jetzt am 25. und 26. Mai in Brüssel versteigert werden soll, stammt von einem Privatsammler, der anonym bleiben möchte.

Vor der Versteigerung wird der Atlas übrigens der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ab Freitag wird er im Arenberg Auktionshaus in der Wolstraat in Brüssel ausgestellt – und das noch bis kurz vor der Auktion.

vrt/lo/mg

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