200 Bahnmitarbeiter mit Asbest in Kontakt gekommen

Mindestens 200 Bahnmitarbeiter sollen mit Asbest in Kontakt gekommen sein. Die krebserregenden Fasern steckten in der Lackierung alter Güterwaggons. Die SNCB selbst wusste angeblich nichts davon.

Streik bei der SNCB beendet

Archivbild: Laurie Dieffembacq/BELGA

In den SNCB-Werkstätten von Gentbrugge, Antwerpen und Monceau mussten Mitarbeiter jetzt erfahren, dass sie möglicherweise jahrelang schutzlos Asbestfasern ausgesetzt waren. Das berichtet die Tageszeitung Het Laatste Nieuws am Samstag.

Die Sache kam ans Licht, als eine Firma ausrangierte Güterwaggons der SNCB kaufen wollte. Der Käufer entdeckte die Asbestfasern in der Waggonlackierung.

Wenn SNCB-Mitarbeiter die Farbe abgeschmirgelt haben, so sind die Asbestfasern wahrscheinlich freigesetzt worden, sagte ein Sprecher der Bahngewerkschaft ACOD.

Nach Aussagen eines Mitarbeiters sei es regelmäßig vorgekommen, dass in den Ateliers ohne Schutzmaske gearbeitet wurde, während die Kollegen Waggons abschmirgelten. Wer Asbestfasern einatmet, riskiert ein höheres Krebsrisiko.
Wie viele Bahnmitarbeiter betroffen sind, muss noch untersucht werden.

Der Asbest soll sich in Güterwaggons befinden, die vor dem Jahr 2000 gebaut wurden. Personenwaggons seien nicht betroffen.

Volker Krings

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