Marder-Saison: „Biss zur Kühlerhaube“

Autobesitzer haben es vielleicht schon gemerkt: Die Marder-Saison hat wieder angefangen. Und Marder halten sich nun mal gerne unter der Kühlhaube unserer Fahrzeuge auf. Warum ist das eigentlich so - und was kann man dagegen tun?

Marder-Schreck

Bild: RTBF

Der Winter naht. Für alle Autobesitzer der richtige Zeitpunkt, um ihre Fahrzeuge nochmal überprüfen zu lassen. Auch ein regelmäßiger Blick unter die Motorhaube ist nicht verkehrt.

„Durch eine Kontrolle der Innenmechanik kann schon ein kleiner Defekt festgestellt werden – und damit auch eine mögliche Panne vermieden werden“, erklärt Sébastien von Auto5 in Gosselies im RTBF-Interview.

Die Automechanik-Werkstätten bieten derzeit zwei Produkte an, um gegen Marder vorzugehen: einen Spray, der mehrmals eingesetzt werden muss, oder eine kleine Box, die den Marder mit Hilfe eines Hochfrequenz-Tons verjagt.

„Im Idealfall bringt man den kleinen Elektro-Kasten in der Nähe des Motors an. Eben genau da, wo die Marder reinkriechen. Dadurch wird direkt reagiert und vermieden, dass sie irgendwas anfressen und Schaden anrichten können“, sagt Sébastien.

Fischgeruch

Aber warum klettern die Marder überhaupt so gerne nachts unter die Kühlerhaube unserer Autos? Die Antwort ist verblüffend. „Bei manchen Automarken sind die Kabel mit Material ummantelt, das Fischextrakte enthält – das also tatsächlich nach Fisch riecht. Und davon fühlen sich die Tiere angezogen“, erklärt Daniel Marlier, Geschäftsführer des Zentrums für den Erhalt der Wildfauna.

Marder gelten als Wildtiere, die Jagd auf sie ist verboten. „Der Marder ist wichtig für das natürliche Gleichgewicht unserer Umwelt. Solange er sich nicht an Autokabel heranmacht, stört er ja auch niemanden. Man sollte nicht vergessen, dass Marder schließlich Mäuse und Ratten fressen“, so Marlier.

rtbf/js/km

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