Energiepreise steigen weiter

Die Energiepreise stehen nach Berichten in den Zeitungen L'Echo und Het Laatste Nieuws derzeit unter erheblichem Druck. Und das gilt gleichermaßen für fossile Energien und Elektrizität. Für die angespannte Lage gibt es verschiedene Gründe.

Energie, Strom

Bild: Nikiko/Pixabay

Die Energiepreise steigen. Und da kommen im Moment gleich mehrere Entwicklungen zusammen. Der Ölpreis wird getrieben durch die Lage im Mittleren Osten. In Saudi-Arabien, dem wichtigsten Erdölexporteur, gibt es innenpolitische Spannungen, zugleich wird die Gefahr eines Krieges zwischen Saudi-Arabien und dem Iran immer größer. Beide Länder führen ja schon einen Stellvertreterkrieg im Jemen.

Die Strompreise stehen auch unter Druck. Dafür gibt es aber sehr „belgische“ Gründe. Zunächst ist es so, dass zwei der sieben Atomreaktoren des Landes nicht am Netz sind, nämlich Tihange 1 und Doel 3. Beide sollen aber in den nächsten vier Wochen wieder hochgefahren werden.

Wie L’Echo weiter berichtet, liegt es aber auch die Temperaturen, es ist im Moment deutlich kälter als sonst um diese Jahreszeit. Parallel dazu ist es vergleichsweise windstill und auch die Sonne scheint zu wenig.

Obendrauf kommt dann nochmal die Tatsache, dass auch Frankreich gerade auf 20 seiner 58 Kernreaktoren verzichten muss, Frankreich exportiert also im Moment weniger Strom als sonst. Im Falle einer Kältewelle in Frankreich drohe in Belgien denn auch ein wirklicher Engpass, warnen Fachleute.

Roger Pint

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2 Kommentare
  1. Wotschke Anja

    ahha und die Warnung vor einem etwaigen Lieferengpass für Strom rechtfertigt dann die Verteuerung der Stromrechnung für den Konsumenten und Kunden ? Was kann der Konsument und Kunde denn dafür dass es Windstill ist und die Sonne „zu wenig“ scheint ? Für das was die Natur macht oder auch nicht kann wohl schlecht der Stromkonsument was oder ?

  2. Jean-Pierre DRESCHER

    Hatten wir schon in den letzten Jahren immer wieder. Electrabel droht alle Jahre wieder kurz vor Weihnachten mit angeblichem Stromkollaps. Im ersten Jahr habe ich das tatsächlich sogar noch geglaubt. Wenige Wochen später das Wunder – BE exportiert fleißig Strom an FR, wo man im Winter wegen der E-Heizungen einen erhöhten Bedarf hat.

    Wer den Kleinen Mann als Stromkunden blank ausziehen will bis auf die Unterhose, lässt sich eben so manches einfallen, um an der Preisschraube zu drehen. Mal sind es die teuren Schrottmeiler von Tihange, mal das Wetter, mal die fehlenden Stromleitungen nach DE und NL, mal die Tasache, das man einfach seine Gaskraftwerke abgeschaltet hat aus Gründen der Profitmaximierung.

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