De Gucht: Europa muss sich in Katalonien-Krise einmischen

Der ehemalige belgische EU-Kommissar Karel De Gucht findet, dass sich Europa zur Katalonien-Krise äußern sollte.

Karel De Gucht

Nicolas Materlinck/BELGA

Er stellt sich damit auf die Seite von N-VA-Innenminister Jan Jambon, der für seine Kritik an der spanischen Regierung angefeindet wird. Der Sprecher der Partei „Partido Popular“ von Premier Rajoy sagte, man lasse sich von einer Partei nicht belehren, die die EU-Werte ablehne und in der Fremdenfeindlichkeit eine lange Geschichte habe.

De Gucht sagte, es sei zu einfach zu sagen, die Katalonienkrise sei eine rein spanische Angelegenheit. Auch eine Demokratie müsse Regeln beachten. Politikern wie Puigdemont mit 30 Jahren Haft zu drohen, entspreche nicht seiner Vorstellung von Demokratie, sagte De Gucht.

Der abgesetzte katalanische Regierungschef Puigdemont und vier seiner Minister sind unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Auf Anordnung der Brüsseler Staatsanwaltschaft dürfen sie Belgien vorerst aber nicht verlassen und müssen sich der Justiz zur Verfügung halten.

Puigdemont unter Auflagen frei

 

vrt/jp

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