Killerbande von Brabant: Ex-Gendarm erhebt schwere Vorwürfe

Es gibt offenbar wieder eine neue Entwicklung im Zusammenhang mit den Ermittlungen über die sogenannte Killerbande von Brabant. Ein früheres Mitglied der Gendarmerie beschuldigt offenbar einige seiner damaligen Vorgesetzten, von der bevorstehenden Attacke auf den Delhaize-Supermarkt von Aalst am 9. November 1985 gewusst zu haben.

Attacke auf den Delhaize-Supermarkt von Aalst am 9. November 1985

Archivbild: Herwig Vergult/BELGA

Es gebe einen neuen, einen „goldenen Tipp“, hatte der bekannte flämische Rechtsanwalt Jef Vermassen im Fernsehsender VTM erklärt. Vermassen vertritt einige der Angehörigen der Opfer der Killerbande von Brabant. Ein „goldener Tipp“ also, der möglicherweise von entscheidender Bedeutung sein könne. Mehr wollte Vermassen aber erstmal nicht sagen.

Die Zeitungen De Morgen und Het Laatste Nieuws glauben aber zu wissen, worum es geht. Demnach soll ein Ex-Gendarm eine Aussage gemacht haben, die tatsächlich verstörend ist. Am 9. November 1985 war er für die Bewachung des Delhaize-Supermarkts von Aalst abgestellt.

An jenem Tag habe er aber die Order bekommen, die Bewachung eine halbe Stunde früher als sonst zu beenden. Kurz danach attackierte die Killerbande von Brabant das Geschäft. Es war der blutigste Anschlag der Gruppe: acht Tote, neun Verletzte.

Dass er kurz davor abgezogen wurde, ist für den Ex-Gendarmen jedenfalls kein Zufall. Er spricht anscheinend wörtlich von einem „Inside-Job der Gendarmerie“, sprich: dass innerhalb der Gendarmerie die Strippen gezogen wurden. Anwalt Jef Vermassen hat den Inhalt der Aussage bislang nicht bestätigt.

Roger Pint

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