Killerbande von Brabant: Weitere Namen und Erkenntnisse

Im Fall der Killerbande von Brabant kommen immer weitere Details ans Tageslicht. Wie die flämische Tageszeitung De Standaard schreibt, musste Christiaan B. Anfang der 1980er Jahre die Gendarmerie-Spezialeinheit Diane verlassen. Grund soll ein Zwischenfall mit seiner Dienstwaffe gewesen sein.

Madani Bouhouche (l.) und Robert Beijer waren damals bereits ins Visier der Ermittler geraten

Madani Bouhouche (l.) und Robert Beijer waren damals bereits ins Visier der Ermittler geraten (Bild: Belga)

Christiaan B., der seinem Bruder auf dem Sterbebett gestanden haben soll, der sogenannte „Riese“ der Killerbande von Brabant gewesen zu sein, war seit Mitte der 1970er Jahre Mitglied der Spezialeinheit Diane, einer Einsatztruppe, die 1972 nach den Anschlägen bei den Olympischen Spielen in München gegründet wurde.

Der ehemalige Gendarm aus Dendermonde musste die Einheit allerdings verlassen: Aus seiner Dienstwaffe soll sich ein Schuss gelöst haben, die Kugel landete in einem Schrank – wie, wurde nie geklärt.

Nach seinem Rauswurf sei Christiaan B. frustiert gewesen. Er vermutete, dass man ihn reingelegt hatte. Zeugen berichten, dass er daraufhin begonnen habe zu trinken. Außerdem habe er den Kontakt mit anderen frustrierten Gendarmen gesucht.

Vier Namen nennt die Zeitung, alle wurden schon früher mit der Brabanter Killerbande in Verbindung gebracht. Zwei von ihnen, Madani Bouhouche und Robert Beijer, wurden 1995 wegen Mordes verurteilt. Dass sie zur Brabanter Killerbande gehören sollten, blieb aber ein unbewiesenes Gerücht.

Bouhouche starb später bei einem Unfall in den Pyrenäen, Beijer lebt bis heute bin Thailand. Er bestreitet, Christiaan B. gekannt zu haben.

Volker Krings

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