Polizist verhaftet – Verdacht auf Geheimnisverrat an Terrorverdächtige

In Brüssel ist ein Polizist unter dem Verdacht auf Korruption und Verletzung des Berufsgeheimnisses festgenommen worden. Er soll Informationen aus laufenden Ermittlungen an Verdächtige, möglicherweise auch an Terrorverdächtige, weitergegeben haben.

Belgische Polizei im Anti-Terror-Einsatz

Illustrationsbild: Laurie Dieffembacq/Belga

Das hat die Staatsanwaltschaft mittlerweile bestätigt. Die Brüsseler Justiz und das polizeiinterne Kontrollorgan Komitee P. haben den Berichten zufolge wochenlang gegen den Mann ermittelt. Aufgrund seiner Tätigkeit war er bestens im Bilde über geplante Hausdurchsuchungen. Zur Informationsübermittlung soll er den Messengerdienst WhatsApp benutzt haben, berichten mehrere Zeitungen.

Der Beamte soll auch Kontakte zum Umfeld der Attentäter von Brüssel gehabt haben. Nach Recherchen der VRT gab es u.a. einen WhatsApp-Kontakt zu Yassine Atar, dessen Bruder Oussama als Drahtzieher der Anschläge vom 22. März 2016 gilt. Die Brüder Atar sind mit den Gebrüdern El Bakraoui verwandt, die sich in Zaventem und Maelbeek in die Luft gesprengt hatten.

Der Beamte wurde am Montag auf seiner Wache im Norden von Brüssel festgenommen. Es handelt sich um einen Belgier mit nordafrikanischen Wurzeln. Er wurde im Gefängnis Saint-Gilles untergebracht. In den nächsten Tagen wird er der Brüsseler Ratskammer vorgeführt.

belga/sh/mh - Bild: Laurie Dieffembacq/Belga

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