Die Zeitung „Het Nieuwsblad“ berichtet, die Ministerin wollte darüber mit der EU-Kommission verhandeln. Es gehe nicht darum, das gesamte Pariser Klimaabkommen in Frage zu stellen, betonte die Ministerin. Aber die aktuellen Auflagen würden den besonderen Verhältnissen in Belgien nicht gerecht.
Belgien sei ein kleines Land mit viel Gütertransitverkehr auf der Straße und vielen alten Gebäuden. Das habe die EU-Kommission zu wenig berücksichtigt, als sie die Klimaziele für Belgien festgelegt habe, begründete die Sprecherin der Ministerin deren Vorstoß.
Um 35 Prozent soll Belgien bis 2030 seinen CO2-Ausstoß verringern. Viel zu viel, findet Marghem. Wenn die Auflagen für Belgien gelockert würden, müssten andere EU-Mitgliedstaaten ihre Ziele nach oben korrigieren, wenn die EU als Ganzes ihre Versprechen aus dem Pariser Klimaabkommen einhalten möchte.
Erst vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump die Teilnahme der USA an dem Pariser Klimaabkommen gekündigt. Premierminister Charles Michel hatte diesen Schritt scharf verurteilt. Nach dem Vorstoß seiner Parteikollegin betonte der Premier nochmal, Belgien halte an den Ambitionen hinsichtlich seiner gesteckten Klimaziele fest.
Kritik an Marghems Plänen kam auch von Umweltschützern: Zwar sei das Ziel von 35 Prozent bis 2030 tatsächlich ambitioniert. Doch dürfe das kein Grund sein, das Ziel abzumildern, sagte ein Sprecher des Umweltverbands Bond Beter Leefmilieu.
KW - Foto: Thierry Roge, belga
Es scheint sich was zu bewegen. Durch den Vorstoß Trump's ermutigt, fängt man an, das Thema "Klimaschutz" mutig zu überdenken. Sogar der rechte Flügel der deutschen CDU hat ein Papier aufgesetzt, wo man für eine "neue Betrachtungsweise" des Themas wirbt. Die Lawine gerät ins Rutschen, zum Leidwesen aller "Berufsempörten". Paradoxerweise regen sich insbesonders sogenannte "Umweltschützer" darüber auf, die wissentlich dulden, dass der Raubbau an der Natur mit noch mehr unsinnigen Windmühlen, die Umwelt "nachhaltig" zerstört! Umweltschutz = ja, Klimaschutz = nein, da unmöglich, muß die Devise sein.
Wenn eine liberale Umweltministerin die Gunst der trumpschen Stunde nutzt, um freiwillig (?) Maßnahmen gegen den CO2-Ausstoß zurück zu fahren, muss die Frage erlaubt sein, welche Interessen die Umweltministerin vertritt ? Die der Umwelt mit Sicherheit nicht !
Ich hoffe, dass die Menschen erkennen, dass es keinen 2. Planeten Erde gibt, auf den man mal eben umsiedeln kann, bevor es zu spät ist, und wir die Umwelt und das Klima so dauerhaft zu unserem Nachteil verändert haben, dass wir unseren eigenen Lebensraum unbewohnbar gemacht haben. Die Erde wird (fast) immer da sein (zumindest bis sie in ein Paar Milliarden Jahren von der Sonne 'verschluckt' wird), aber werden wir Menschen uns bis dann weiterentwickelt und interstellar reisefähig oder eher schon längst selbst ausgerottet haben? Das Sprichwort vom "Ast absägen, auf dem man Sitzt" in Bezug auf das Klima scheinen immer mehr Menschen zu begreifen, nur Trump, Herr Wahl und viele andere noch nicht. Es ist Zeit, aufzuwachen.
Alles Panikmache!