Anschlag Manchester: OCAM prüft Verbindungen nach Belgien

Die belgische Anti-Terror-Behörde OCAM prüft nach dem Bombenanschlag von Manchester mögliche Verbindungen nach Belgien. Das hat Innenminister Jan Jambon (N-VA) im flämischen Rundfunk erklärt.

In diesem Zusammenhang werde auch geprüft, ob sich die Terrorbedrohung für Belgien erhöht habe. Zunächst gelte für Belgien aber weiterhin die Terrorwarnstufe 3. Das ist das zweithöchste Niveau auf einer vierstufigen Skala.

Die vierte Stufe werde nur ausgelöst, wenn die Geheimdienste konkrete Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag hätten, machte Jambon nochmal deutlich.

Nato-Gipfel

Der Anschlag von Manchester wird keine Auswirkungen auf den Nato-Gipfel in Brüssel am Donnerstag haben. Man habe bereits maximale Sicherheitsvorkehrungen getroffen und dabei auch ein potentielles Attentat im Blick, erklärte der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur (PS).

Zur Absicherung des Gipfels werden 4.000 Polizisten im Einsatz sein.

Keine belgischen Opfer

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass unter den Opfern des Bombenanschlags in Manchester auch Belgier sind. Das hat Außenminister Didier Reynders (MR) erklärt. Sein Ministerium stehe in engem Kontakt mit der Botschaft in London, sagte er im flämischen Rundfunk.

Die amerikanische Sängerin Ariana Grande sollte eigentlich am kommenden Sonntag im Sportpalast von Antwerpen auftreten. Ob das Konzert stattfindet, ist unklar.

belga/sh - Bild: Oli Scarff