Belgische Kampfjets fliegen 220 Einsätze gegen IS in drei Monaten

Belgische Kampfflugzeuge haben in den letzten drei Monaten 220 Einsätze im Rahmen der Operation gegen die Terrormiliz Islamischer Staat geflogen. Die meisten davon befanden sich im Nordirak, einige auch in Syrien, meldet das Verteidigungsministerium.

F-16 (Illustrationsbild: Gerard Gaudin/Belga)

Illustrationsbild: Gerard Gaudin/Belga

Seit dem Start der Operation „Desert Falcon“ haben belgische F16 insgesamt 220 Einsätze geflogen. Bis zu vier Mal pro Tag rückten die Kampfflugzeuge aus. Die übergroße Mehrzahl der Einsätze wurde über dem Irak geflogen, rund um die Stadt Mossul im Norden des Landes. Nur wenige Einsätze gab es über Syrien, und die meist über der Stadt Raqa, die als Hauptstadt des IS gilt.

Die Belgier fliegen sowohl Aufklärungsflüge als auch Kampfangriffe, entweder um Bodentruppen zu unterstützen, oder aber um terroristische Ziele auszuschalten. Mehr als 130 Bomben haben die belgischen Soldaten bislang abgeworfen. Das alles geschehe ganz präzise. Alles werde mehrmals und gründlich überprüft, betonte General-Major Frederik Vansina von den Luftstreitkräften im BRF-Interview. Es sei bislang auch kein Kollateralschaden entstanden. Bei den Angriffen seien keine Zivilisten ums Leben gekommen.

Bei verschiedenen Einsätzen seien die Flugzeuge vom Boden aus mit Feuerwaffen beschossen worden. Eine Gefahr für die Piloten habe aber nicht bestanden, da die Flugzeuge ihre Einsätze aus großer Höhe flögen.

Knapp 700 belgische Soldaten sind derzeit im Ausland im Einsatz, rund die Hälfte davon im Rahmen der Schnellen Eingreiftruppe der Nato in Litauen. Andere Einsatzgebiete sind neben dem Irak und Syrien die Demokratische Republik Kongo, Afghanistan und Mali.

alk/okr/km - Bild: Gerard Gaudin/Belga