„Unseren Soldaten geht es gut“ – Belgier im Kampf gegen den IS

Seit Ende Juni sind sechs belgische F-16 Kampfjets im Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Von Jordanien aus fliegen sie täglich Einsätze im Irak und in Syrien. Der Kommandant der Luftwaffe, Frederik Vansina, sprach im BRF über die Stimmungslage in der Truppe.

General Major Frederik Vansina

General Major Frederik Vansina

Im Irak unterstützen die F-16 die irakische Armee bei ihrem Vormarsch auf Mossul, erklärt Vansina im BRF-Interview. Dabei sind sie Teil der von den USA geführten Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS).

In den letzten Monaten konnte diese Koalition den IS weiter zurückdrängen. Seitdem ist auch die Kritik an dem belgischen erneuten Einsatz im Nahen Osten leise geworden. Kritiker hatten anfangs befürchtet, durch den Einsatz der Flugzeuge gegen den IS weitere Attentate in Belgien zu provozieren.

Belgische Verluste gab es in dieser Mission bisher noch nicht. Trotzdem bleibt es ein gefährlicher Einsatz, denn die F-16 Bomber kämpfen in der Offensive an vorderster Front.

Niemand der Soldaten, die oft selbst Familie und kleine Kinder haben, sei froh, in den Krieg zu ziehen, erklärt der Kommandant. Aber die Soldaten seien gut ausgebildet und vor Ort Teil einer „Band of Brothers“. Dementsprechend professionell würden sie auch mit der Situation umgehen, so Vansina.

Sollte Mossul fallen, wäre das eine entscheidende Niederlage für den IS, meint Vansina. Mossul ist die selbst proklamierte Hauptstadt des Gebiets, das der sogenannte Islamische Staat für sich beansprucht.

Offiziell soll der Einsatz der F-16 Kampfjets im Nahen Osten gut ein Jahr dauern. Ob er danach fortgesetzt wird, ist noch nicht entschieden. Unsicher ist auch, wie es in den destabilisierten Ländern weiter geht, sollte der IS geschlagen werden.

Der Kommandant der Luftwaffe, Frederik Vansina, war einer der Ehrengäste am Wochenende in der IRMEP in Eupen.

Anne Kelleter - Bild: Nicolas Maeterlinck (belga)