Damit von vornherein Missverständnisse ausgeschlossen werden: Auch ich besitze ein Auto und das ist kein Firmenwagen. Ich bin kein Millionär, der Weg zur Tankstelle wird auch für mein Portemonnaie immer schwieriger. Wir sitzen also in etwa im gleichen Boot.
Außerdem fliege ich auch gerne mit dem Flugzeug. Vielleicht bin ich so wie viele einfach nur ein Kind meiner Zeit. Bin mit Auto und Flugzeug groß geworden. Und habe natürlich auch immer schon die Warnungen davor gehört, dass das eigentlich nicht so gut sei. Schädlich für die Umwelt.
Richtig, hat mir mein Verstand dann immer gesagt, und sagt es mir auch heute noch. Die ganzen Abgase aus dem Auspuff meines Autos; da bin ich froh, sie nicht selbst einatmen zu müssen. Dass sie zudem schädlich für das Klima sind, auch das habe ich gehört und verstanden und fahre trotzdem weiter Auto. Luxusprobleme eines Stadtmenschen, werden jetzt viele im BRF-Gebiet sagen. Die auf ihr Auto viel mehr noch als ich in ihrem Alltag oder für die Arbeit angewiesen sind.
Trotzdem hoffe ich, dass zumindest ein bisschen die Botschaft ankommt: Wir können nicht sagen, dass wir es nicht gewusst haben. Dass Autofahren mit Benzin und Diesel keine gute Sache ist, das wissen wir längst und sind trotzdem einfach weitergefahren. Ohne uns darum zu bemühen, das Schlechte durch etwas Besseres zu ersetzen.
Das fällt uns jetzt auf die Füße.
Warum nur hat es so lange gedauert, bis Elektroautos als Alternative zur Verfügung stehen und auch bezahlbar sind? Warum haben wir uns nicht früher darum bemüht, den öffentlichen Nahverkehr so gut zu entwickeln, dass auch Menschen in ländlichen Gebieten kein eigenes Auto mehr brauchen?
Die Rufer und Mahner hat es gegeben. Aber wir als Gesellschaft haben sie nicht ernst genug genommen. Zum Beispiel die Grünen als politische Partei, die in den 1980er Jahren oft als Öko-Spinner abgetan wurden; was einige übrigens auch noch heute tun. Mittlerweile sind viele ihrer Forderungen von damals im Mainstream akzeptiert.
Aber klar: Es ist immer einfacher, beim Gewohnten zu bleiben, als sich ohne Zwang umzugewöhnen. Vielleicht mussten die Dieselpreise erst auf 2,50 Euro steigen und Benzin die Zwei-Euro-Marke knacken, um etwas zu ändern. In unseren Köpfen, in unserem Verhalten.
Das wäre jedenfalls die richtige Reaktion. Wie immer sie dann im Einzelnen ausfallen mag. Verzicht auf das Auto, die Bildung von Fahrgemeinschaften, der Kauf eines E-Autos, das Umsteigen auf ein Car-Sharing-Abo, wenn es in der Nähe angeboten wird, der Einsatz in der Gemeinde oder im Verein für einen besseren öffentlichen Nahverkehr.
Die falsche Reaktion wäre zu hoffen, dass die Politik künstlich die Preise senkt. Das würde letztlich auch nur auf Kosten von Steuergeldern, also auch wieder unserem Geld, geschehen können. Und gelöst auf Dauer wäre das Problem damit nicht.
Denn mit hohen Diesel- und Benzinpreisen ist es sehr wahrscheinlich wie mit den heißen Sommern: Sie werden nicht immer da sein, aber immer öfter. Sie werden eher die Regel als die Ausnahme werden. Die Frage ist, wie wir darauf reagieren. Jeder einzelne von uns. Um die neue Realität nicht zu erleiden, sondern zu lernen, konstruktiv mit ihr zu leben.
Kay Wagner
Guten Abend Herr Wagner.
Ein politisch sehr korrekter Kommentar.
Ich muss Ihnen widersprechen.Treibstoffpreise sind das Ergebnis von politischen Entscheidungen.Da ist zunächst die Besteuerung und auch die internationale Politik.Die Preise sind gestiegen nachdem unsere amerikanischen "Freunde" den Iran angegriffen haben.
Eine Lösung könnte darin bestehen, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben und wieder Öl von dort zu beziehen.Die europäischen Politiker sollten dies aus purem Eigeninteresse tun.Denn die hohen Energiepreise sind ein Geschenk des Himmels für radikale linke und rechte Parteien.Auch um Uncle Sam klar zu machen, daß die Europäer sich nicht zum Narren halten lassen.
Würde der deutsche Bundeskanzler die Sanktionen gegen Russland aufheben, wäre die AFD geschwächt.Der Bundeskanzler hätte Führungsqualität bewiesen und die Menschen würden ihm wieder vertrauen.Glaube kaum, daß Friedrich Merz soviel Mut hat.
Zitate im Text:
"WIR können nicht sagen, dass wir es nicht gewusst haben..."
"...Warum haben WIR uns nicht früher darum bemüht,...."
"...Aber WIR als Gesellschaft haben sie [die Grünen und andere Rufer] nicht ernst genug genommen...."
Wer ist WIR? Und was sollen WIR schuld sein?
Hier wird von Seiten eines politisch-korrekten Journalisten wiedermal eine Kollektivschuld mit rhetorischen Zeigefinger aufgebaut, die es nicht gibt. Wenn schon auf moralische Weise argumentiert wird, warum dann nicht die Frage, warum die Politik dieser Öko-Spinner nicht und niemals funktioniert?
Nein, nicht wir als Gesellschaft, sondern genau DIE sind schuld, die grüne alternative Vorgehensweisen fordern und umsetzen, und nicht einsehen wollen, dass diese Konzepte allesamt meist gescheitert sind! Die grünen Öko-Spinner und Lakaien sollten für ihre "Unvernunft" (hört sich besser an als permanente Dummheit) zur Rechenschaft gezogen werden.
ja,die Spritpreise sind hoch, es wird auch zu wirtschaftlichen Einbußen kommen, aber mit allen grünen Konzepten wären WIR allemal noch viel bankrotter und kaputter.
Natürlich wird die Politik nicht künstlich die Preise senken, denn sie hat die Preise ja künstlich enorm erhöht. Wäre unlogisch.
Kay Wagner, ein Journalist „seiner Zeit“ der seine Moral aus der Selbstgeißelung zieht, der glaubt seine Sünden“, durch eine Transformation zur grünen Ideologie hin zu tilgen. Diese grüne Sektenmoral, als Ersatz für das katholische „mea culpa“, zusammen mit der Ahnungslosigkeit in Sachen Physik und Technik, ist der Treiber unseres wirtschaftlichen Untergangs. Das E-Auto als Heilsbringer, analog zum Rosenkranz beten, soll das Gewissen reinigen von den „Umweltsünden“ begangen durch die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen. Wobei dann Sprüche dass er froh ist „die Abgase seines Autos nicht einatmen zu müssen“ so dämlich sind wie der dass ich froh bin nicht an eine Hochvoltbatterie eines E-Autos fühlen zu müssen. Es gibt keine physikalisch plausible Begründung für eine „Klimaerwärmung“ durch ir-anregbare Spurengase aber eine grüne Sekte der es gelungen ist genau das den Menschen einzureden. Was wir jetzt erleben ist das Resultat einer kollektiven Öko-Psychose aus der uns wohl nur der Energiepreisschock befreien kann.
Der Kommentator ist also mit Auto und Flugzeug gross geworden. Aber ab jetzt ist Schluss damit? Warum sind denn Verbrenner keine gute Sache? Unser gesamter Wohlstand basiert auf dem Umgang mit ölbasierten Kohlenwasserstoffen. Wer allen ernstes glaubt, elektrisches Fahren wäre etwas moralisch überlegenes, irrt. Woher kommen denn all die Kunststoffe in unserem Alltag, wie werden denn die Stoffe für Batterien, oder seltene Erden gewonnen? Woher kommt Silizium für Solarpanelen? Richtig, exploriert mit Erdbewegungsmaschinen, Transportschiffen, Hochöfen, die allesamt fossil betrieben werden. Ich empfehle Herrn Wagner dringend das Buch von Vaclav Smil "numbers don't lie". Die Welt ist ein wenig komplizierter, als sich die grünen Sektierer in kühnsten Träumen vorstellen können.
Kollektive Schnappatmung bei Gegenpol OB. Ruhig Jungens, geht raus, profitiert von den Sonnenstrahlen wie meine PV Anlage und verschont uns mit euren antiken Ansichten.
Für die Flämisch-Wallonische Beamten-Bahn die Chance, alle alten Ruß-Dieselloks zu entsorgen.
Baureihe 55 z.B. ist 65 Jahre alt aus den 60er-Jahren darf einfach die Luft verschmutzen.
Man sollte nicht vergessen, dass die französische Revolution u.a. ausgebrochen ist wegen zu hoher Brotpreise.Damals war Brot eine lebensnotwendige Sache.Heutzutage sind es u.a. Diesel und Benzin.
Wenn ein politisches System es nicht mehr fertig bringt, die Preise für Diesel, Benzin und andere Energieträger einem vernünftigen Rahmen zu halten, so hat dieses politische System keine Existenzberechtigung mehr.Das gilt natürlich auch für andere Grundbedürfnisse wie Wohnen, Essen und Arbeiten.
All diese Probleme sind hausgemacht.Um diese Probleme zu lösen, braucht es zuerst Stabilität.Und die gibt es zur Zeit nicht in Belgien.Es gibt zu viele politische Parteien und Institutionen, die sich gegenseitig das Leben schwer machen anstatt die Probleme des Landes zu lösen.Ein schönes Beispiel ist das regionale Parlament von Brüssel mit 14 Fraktionen... Das ist keine Demokratie mehr sondern Durcheinander.Zwei Parteien wie in den USA sind ausreichend.
Volle Zustimmung Frau Schmitz. Die Gegenpol-Gang verliert jede Contenance und übt sich weiter in Realitätsverweigerung. Der Homo Sapiens in seiner bemitleidenswertesten Form.