3 Kommentare

  1. Man sollte Feste feiern, wie sie fallen. Denn seit Bestehen des belgischen Staates gibt es Probleme und Krisen. Diese sind natürlicher Bestandteil des Staatswesens. Schon immer gab es Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit. Die Kunst besteht darin, damit zu leben und das beste draus zu machen.

  2. Seit meines Lebens hört man nur immer Krisenzeiten. Wenn nicht jetzt, wann soll denn überhaupt noch gefeiert werden ?

  3. Belgien hat seine eigenständige Existenz im Sinne Großbritanniens als Pufferstaat zwischen den Niederlanden und Frankreich mit der teilweisen Übernahme der Staatsschulden der Niederlande bezahlt, d.h. staatliche Verschuldung ist sozusagen belgische "Staats-DNA".

    Diese Regelung wurde im Londoner Vertrag durch Großbritannien, Frankreich, Preußen, Österreich und Russland festgelegt. Belgien übernahm dabei keinen festen Kapitalbetrag, sondern die Verpflichtung, ab 01.01.1839 jährlich 5 Millionen niederländische Gulden an Zinsen zu tragen, was auf rund 100 bis 125 Millionen niederländischen Gulden basiert (4-5%).

    An wen wurde diese Zinsen bezahlt? Bankhäuser, etwa die Rothschilds, Baring Brothers und Hope & Co., die Staatsanleihen emittierten und handelten als Kapitalsammelstelle für Versicherungsgesellschaften, Stiftungen, kirchliche Einrichtungen, wohlhabende Adlige, Kaufleute.
    Die übernommenen Anleihen wurden im 19. und 20. Jahrhundert nach und nach gekündigt, umgeschuldet oder zurückgezahlt. Das Prinzip ist heute immer noch das gleiche. Staatsschulden sind somit wichtig vor allen Dingen für die Reichen und Vermögenden, um ihren Status zu erhalten. Wer zahlt? Das Volk.