4 Kommentare

  1. Die Lütticher Soziologin Anne Thiry heißt Aline Thiry. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit ist aus meiner Sicht "wissenschaftlich konservativ", da sie sehr stark die Anpassungsfähigkeit (Resilienz) von Menschen auf Katastrophen aller Art betont. Dabei lenkt sie meiner Meinung nach unfreiwillig von eventuellen massiven strukturellen Versagen ab. In ihrem Diskussionsraum ist es nicht möglich, über Bebauung in Überschwemmungsgebieten, fehlerhafter Raumplanung oder falschen Infrastrukturentscheidungen von politischer & wirtschaftlicher Seite zu diskutieren.
    Die Vesdre ist wegen ihres engen, steilen Tals und der starken Niederschläge in den Ardennen seit Jahrhunderten hochwassergefährdet. Unzählige historische Quellen berichten seit dem Mittelalter (1498, 1571, 1643, 1726, 1740) wiederholt von schweren Überschwemmungen in den Städten und Dörfern entlang des Flusses. Durch die Industrialisierung des Tals (Textilindustrie, Fabriken, dichtes Wohnen direkt am Fluss) wurde die Schadensanfälligkeit größer. Technische Lösungen wie unsere Talsperren Barrage Gileppe oder die Wesertalsperre erzeugten anscheinend ein falsches Sicherheitsgefühl.

  2. Man sollte es machen wie die Japaner. Sich möglichst gut vorbereiten auf das Schlimmste, gelassen bleiben und seinen Alltagsgeschäften nachgehen. Sich ängstigen und sorgen bringt nicht viel, denn es ändert nichts an den Gegebenheiten.