Eigentlich gehört es zum Alltag im Fußball, dass Testspiele nicht nur auf dem Platz analysiert werden. Nach solchen Begegnungen stehen Trainer und Spieler den Journalisten normalerweise Rede und Antwort: Wie ist der Stand der Vorbereitung? Wo liegen noch Baustellen? Welche Erkenntnisse nimmt die Mannschaft aus dem Spiel mit?
Bei der AS Eupen waren Nachfragen nach dem Testspiel gegen Wegberg-Beeck allerdings ausdrücklich nicht erwünscht. Fragen an Trainer, Spieler oder Verantwortliche waren nicht vorgesehen. Eine neue Kommunikationslinie, die offenbar vom neuen Eigentümer QSI vorgegeben wird.
Bislang trat der Verein in der Öffentlichkeit nur bei der Vorstellung des neuen Trainers ausführlicher auf. Dort waren Fragen der Journalisten willkommen. Ansonsten hält sich die AS Eupen derzeit bewusst bedeckt. Die Verantwortlichen wollen erst in den kommenden Wochen konkreter werden, wenn sich deutlicher abzeichnet, mit welchem Personal und welcher Ausrichtung der Verein in die neue Saison gehen wird.
Klar ist: Das Gesicht der Mannschaft soll sich verändern. Doch welche Spieler dabei eine Rolle spielen werden und welche nicht, bleibt aktuell offen. Raum für Spekulationen gibt es durchaus. So fehlten beim Testspiel in Wegberg unter anderem die beiden fitten Offensivspieler Daniel Kasper und Zakaria Atteri. Gründe für ihre Abwesenheit wurden nicht genannt.
Auch zur Leistung und möglichen Zukunft der Testspieler am Kehrweg gab es keine Informationen. Der Verein hält sich weiterhin zurück und möchte offenbar erst dann kommunizieren, wenn Entscheidungen gefallen sind.
Es bleibt also abzuwarten, wohin die Reise bei der AS Eupen führt. Die Verantwortlichen setzen momentan auf Geduld und interne Arbeit. Manchmal heißt es: Schweigen ist Gold. Im Fußball sorgt Schweigen allerdings auch schnell für Fragen.
Christophe Ramjoie