2 Kommentare

  1. Also ich bin Deutsche, seit 25 Jahren glücklich lebend in der Deutschsprachigen ostbelgischen Gemeinde. Diese ist ein Teil der Wallonie und somit bin ich Deutsche lebend in Ostbelgien und Bürgerin der Wallonie, ergo belgische Bürgerin und alles bin ich gerne und mit einem gewissen Stolz für dieses wunderbare vielfältige Land. Noch was unklar?
    Last die Kirche im Dorf.

  2. Wie wenig man sich innerhalb der Deutschsprachigen Gemeinschaft um Identität oder Verfassungsvorgaben schert, zeigt die Bezeichnung des Sitzes des Ministerpräsidenten, Gospertstraße 42.
    Dort steht seit Jahren und ohne dass dies Beamte, Abgeordnete, Minister oder… Journalisten in irgendeiner Form dazu veranlasst hätte, dies zu hinterfragen:
    “Ostbelgien - Sitz des Ministerpräsidenten“.

    Kein Hinweis darauf, dass dies nicht der Sitz eines imaginären “ostbelgischen” Ministerpräsidenten sondern, laut Verfassung, des Ministerpräsidenten der… Deutschsprachigen Gemeinschaft ist.

    Der „Aufschrei“ unter den deutschsprachigen Abgeordneten und des MP über die vermeintliche „wallonische Assimilierung“ ist deshalb nichts anderes, als Scheinheiligkeit und Ausdruck mangelnden Selbstbewusstseins, aber offensichtlich auch immer noch vorhandener Verwirrtheit über die eigene Identität.
    Eine Verwirrtheit, die durch eine mit horrenden Steuermitteln finanzierte und aus dem Ruder gelaufene „Ostbelgien“-Marketing-Kampagne noch verstärkt wurde.

    Alle genannten Akteure sollten deshalb zunächst einmal ihre Hausaufgaben machen, bevor sie sich turnusmäßig mal wieder in ihrer Opferrolle suhlen.