3 Kommentare

  1. Die N-VA allein vertretet 1.1 Millionen Stimmen. Das ist soviel wie die PS und CDH zusammen. Die gesamte Autonomie-Parteien in Flandern haben fast soviel Stimmen wie alle frankophone Parteien zusammen. Diese Tendenz einfach zur Seite schieben (weil die frankophonen Parteien die finanzielle Verantwortung grundsätzlich verweigern), wäre eine völlige Vergewaltigung der Demokratie. Warum brauchen wir noch Wahlen, wen die Ergebnisse nicht akzeptiert werden ?

  2. Den flämischen Parteien bleibt nur die Flucht nach vorne. Sonst wird die N-VA die anderen Parteien vor sich her treiben und noch stärker werden. Außerdem könnte die Lage außer Kontrolle geraten. Sie nicht in die Regierung zu nehmen, kann nur dann funktionieren, wenn die anderen flämischen Parteien den Flamen überzeugende Reformen liefern können. Den meisten Flamen ist ein Fortbestehen Belgiens lieber, aber nicht unter allen Umständen. Den Flamen kommt es auf ein paar Monate nicht an, sie warten schon sehr lange und sind inzwischen misstrauisch. Wäre die N-VA in der Regierung, könnte man versuchen, ihr den schwarzen Peter zuzuschieben, wenn man mal nicht weiterkommt. Ob das klappt, hängt natürlich vom politischen Geschick der N-VA insbesondere De Wevers ab. Der Versuch, die NV-A mit der angespannten Finanzmarktlage unter Druck zu setzen, ist vermutlich ein Rohrkrepierer. Davon wird die N-VA nur profitieren.

  3. Die N-VA sagt lediglich was die Sachverständige wissen: Herman Matthijs, Professor Staatsfinanzen an der Vrije Universiteit Brussel, sagt wörtlich das die fiskale Selbstverwaltung in der Note Vande Lanotte lächerlich ist. Die sogenannte weitgehende frankophone Zugeständnisse sind hauptsächlich symbolisch und ein Versuch tatsächliche Reformen zurück zo stellen. Nicht die NV-A is unfähig einen Kompromiss to schliessen. Die frankophone Parteien sind unfähig die Verantwortung für ihr eigenes Schicksal auf sich zu nehmen.
    Es war übrigens auch Karel De Gucht der jemals gesagt hat das er in seinen 5 Jahren Regierungsbeteiligung kein einziges Dossier begegnet hat in dem die Flämische und frankophones Parteien dieselbe Meinung hatten. Es hat einfach keinen Sinn weiter zu machen ohne tiefgehende Reformen. Die Forderungen der NV-A sind gar nicht Ubertrieben. Sie sind die Äusserung des Gesunden Menschenverstand.