Kommentar: Greta ist der Gipfel

Diese Woche hatten die Vereinten Nationen zum Klimagipfel geladen. Regierungen sollten darlegen, mit welchen Maßnahmen sie zum Klimaschutz beitragen wollen. In der öffentlichen Wahrnehmung hängengeblieben ist aber die Rede der Klimaaktivistin Greta Thunberg. Und genau das ist das Problem, findet Olivier Krickel in seinem Kommentar.

BRF-Programmchef Olivier Krickel

BRF-Programmchef Olivier Krickel (Bild: Achim Nelles/BRF)

Ist Greta Thunberg mit ihrer UN-Rede über das Ziel hinausgeschossen oder nicht? Es scheint die wichtigste Frage zum Klimagipfel zu sein. Im Saal haben die Staats- und Regierungschefs kräftig applaudiert. Ein paar Stunden später haben es Macron und Merkel dann doch gewagt, vorsichtig Kritik zu üben. Der französische Präsident fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt und die deutsche Kanzlerin bemängelt, dass Thunberg zu wenig auf technologische Innovation im Kampf gegen den Klimawandel setzt. Spitzenpolitiker tun sich schwer, der jungen Klimaaktivistin zu widersprechen. Was völlig verständlich ist, es droht der mediale Shitstorm. Wie kann sich ein Erwachsener an einer 16-Jährigen abarbeiten, die doch nur Gutes will. Ein Totschlagargument und gleichzeitig symptomatisch dafür, wie festgefahren die Diskussion zur Klimapolitik inzwischen ist.

Eigentlich ist es keine Diskussion mehr, sondern eher ein Glaubenskampf, ein Schwarz-Weiß, ein „Du bist entweder für oder gegen uns“. Die einen wollen am liebsten gar nicht mehr übers Klima sprechen, die anderen unsere Gesellschaft schnellstmöglich komplett auf „links“ drehen. Beides wird nicht gehen.

Es muss weiterhin erlaubt sein, die im doppelten Wortsinn „Vorstellungen“ der Klimaaktivisten egal welchen Alters zu kritisieren, ohne gleich als radikaler Klimaleugner von der Debatte ausgeschlossen zu werden. Zeigt der Reflex doch, dass es auch in der Klimabewegung Radikalisierungstendenzen gibt. Die gipfeln bisher darin, dass sich SUV-Fahrer auf offener Straße anpöbeln lassen müssen oder am Rande der Automesse in Frankfurt etliche Fahrzeuge beschädigt werden.

Wenn Greta Thunberg ihren Ton verschärft, befeuert das die Radikalisierung. Wahrscheinlich der einzige Punkt, in dem sie US-Präsident Donald Trump ähnlich ist. Dieser Verantwortung muss sie sich in ihrer Rolle als Galionsfigur gerade für die Jugend bewusst sein, egal wie jung sie selbst ist.

Ein Beispiel: Wo wir uns in diesen Monaten an das Ende von zwei Weltkriegen erinnern, klingt es befremdlich, wenn Thunberg behauptet, ihr habe man die Jugend gestohlen. Wer in ihrem Alter Krieg erleben oder gar selbst an die Front ziehen musste, mag eine andere Definition von gestohlener Jugend haben.

Es sind diese Momente der Maßlosigkeit, die verstören. Wenn Fridays For Future ernst genommen werden will, muss die Bewegung die gelebte Wirklichkeit ebenso ernst nehmen. Es ist schlicht unrealistisch zu erwarten, die Menschheit könne in einer frei gewählten Zeitspanne den CO2-Ausstoss auf jedes gewünschte Maß senken. Das wird umso deutlicher, wenn man sieht, wie teuer und gleichzeitig wenig effektiv die bisherigen Maßnahmen zur Klimarettung waren. Zu den unbequemen Wahrheiten gehört leider auch, dass Europa die Klimarettung nicht selbst in der Hand hat. Es ist auf der globalen CO2-Landkarte schlicht zu klein. Hinzu kommen die physikalischen und politischen Grenzen des Machbaren. In wenigen Jahren alle fossilen Energieträger zu ersetzen, überfordert die Technik, auf sie ersatzlos zu verzichten, überfordert die Menschen. Wenn die Lösung des Problems nicht irgendwo in der Mitte liegt, haben wir ohnehin verloren.

Denn ein „ich-will-alles-und-zwar-sofort“-Anspruch trägt dazu bei, dass wir unsere von demokratischem Dialog geprägte Gesellschaft schneller gegen die Wand fahren, als wir das Klima retten können.

Olivier Krickel

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26 Kommentare
  1. Marcel scholzen Eimerscheid

    Guter Kommentar. Na also es geht doch. Sogar Greta Thunberg darf man kritisieren. Sollte eigentlich selbstverstaendlich sein in unserer Gesellschaft, wo Meinungsfreiheit zu den Grundrechten gehoert. Viele Aussagen der jungen Dame sind einfach nur Stuss, der besser in eine Buettenrede gepasst haette. Fatal ist, dass sie von den Medien als eine Art Erloeserfigur inszeniert wird so wie Jesus Christus. So etwas kann ihrer Persoenlichkeit nicht gut tun.

  2. Margret Hilgers

    Hier gibt es viele, die nicht nur Stuss erzählen, sondern auch schreiben! Was hat denn deren Persönlichkeit gestört?

  3. Marcel scholzen Eimerscheid

    Werte Frau Hilgers.Sie scheinen, den Rummel um Greta Thunberg noch Ernst zu nehmen.Sollte man aber nicht.Sie ist keine „Lichtgestalt im Dunkel der Klimakatastrophe“. Sondern nichts anderes als eine junge Dame, die, oft mit unbedachten Aeusserungen, mit zur Radikalisierung der Klimaktivisten beitraegt.Und das ist sehr gefaehrlich.Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es das erste Attentat mit Toten im Namen des Klimaschutzes geben wird.Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich politische Bewegungen mit der Zeit in Gemaessigte und Radikale spaltet mit den bekannten Folgen (Totalitaere Regime, Terror, Krieg, Intolleranz, etc). So war es waehrend der franzoesischen Revolution, Reformation, 68er Bewegung, usw. Kurzum es droht das Ende der Demokratie und einer freien Gesellschaft, wenn nicht gegengesteuert wird. Das Phenomen „Greta“ muss hinterfragt werden.Und warum sich nicht lustig machen ueber „Greta“ wie ueber Politiker.Alles selbstverstaendlich in einer freien Gesellschaft.Eigentlich.

  4. Roland jacques

    Eine neue jesus christus? Hmm. Bezweifele ich. Jesus könnte wenigstens aufs wasser laufen. Noch ein bisschen üben, greta.

  5. Carl Schumacher

    Guter Kommentar, aber sehr dünnes Eis Herr Krickel. Laut Herr Hezel stellen Sie sich wohl selbst „ein Armutszeugnis“ aus und wenn es nach Herrn Schleck geht müssen Sie wohl Ihr Foto austauschen, da Sie jetzt wohl „Schaum vor dem Mund“ haben.

  6. Edgar Fink

    Sehr geehrter Herr Krickel,
    aus meiner Sicht ein kritischer aber guter und auch ausgewogener Kommentar.
    Eine Medaille hat eben nicht nur eine Seite.

  7. Bernard Ramscheid

    Endlich jemand, der es wagt, eine andere Sicht der Dinge darzustellen. Auch mir hat die Wutrede der jungen „Klimaaktivistin“ nicht gefallen. Die ältere Generation (und zu der gehöre ich) ist wahrscheinlich fürsorglicher mit der Natur umgegangen als die heutige Jugend, in deren Namen Greta uns wutentbrannt angeht. Gut geschrieben, Herr Krickel!

  8. Alexander Hezel

    Herr Schumacher, ein Armutszeugnis stellen sich Klimawandelleugner aus und diejenigen, die Greta Thunberg ohne Argumente einfach nur verunglimpfen – beides ist nicht der Fall im Kommentar von Herrn Krickel. Sie sollten genauer lesen, bevor sie Leuten Aussagen unterstellen…

  9. Werner Radermacher

    Zitat Frau Thunberg vor der UN: „Ihr habt meine Träume und meine Kindheit mit euren leeren Worten gestohlen.“

    Nein, ihre Eltern haben ihre Kindheit gestohlen und sonst niemand. Und jetzt wird dieses Mädchen sie von gewissenlosen „Klimaaktivisten“ manipuliert und missbraucht.

    Greta, ein trauriges und wütendes Mädchen, ihr wird wirklich ihre Jugend gestohlen. Auch von den Medien!

  10. Jean-Pierre DRESCHER

    Die Facebook-Gruppe „Fridays-for-Hubraum“ als Arbeiterbewegung gegen weitere Massenentlassungen in der Automobilindustrie und dem Stahlsektor ist wieder zugänglich. Wir brauchen internationale Solidarität aller Arbeiter gegen diesen feindseligen schwedischen Thunberg-Großkonzern.

  11. Peter Schallenberg

    Richtig! Es gibt keine Diskussion mehr sondern eine Art Ersatzreligion für Menschen, denen der Kompass abhanden gekommen ist oder nie einen besaßen. Und man kann sich endlich so wunderbar selbst erhöhen und seine moralische Überlegenheit in Szene setzen. Und fühlt sich gottgleich dabei. „Wir“ die einzig Schlauen und Erleuchteten, „Ihr“ die Dummen und Bösen. Wie praktisch, Schwarz- Weiß- Malerei der angeblich ach so Bunten und Diversity- Prediger. Hass und Hetzjagd der Toleranten, die Ignoranz der doch so Aufgeklärten.

    Diskussion und Fakten bleiben auf der Strecke. Das einzige, was diese rot- grün- braunen Verwirrer erreichen ist die Spaltung der Gesellschaft in vermeintlich richtig und falsch und eine weitere Schwächung der Volksherrschaft.

  12. Marcel scholzen Eimerscheid

    Werter Herr Schallenberg. Sie haben Recht.

    „Klimaschutz“ ist mangels brauchbarer Alternative zu einer Art Religionsersatz geworden und das „Klima“ ist der neue gruene Herrgott und Greta Thunberg eine Verkuenderin dieses neuen Kultes. Begriffe wie Tolleranz, Meinungsvielfalt unterdrueckt dieser neue Kult, der sich die Abschaffung der Demokratie und Freiheit zum Ziel gesetzt hat. Die Anhaenger dieses neuen Kultes traeumen von einer totalitaeren gruenen „klimagerechten“ Gesellschaft, einer gefaehrlichen Utopie, die der menschlichen Natur zuwiderlaeuft.

    Hoffen wir das es nie so weit kommt und das die Vernunft siegt.

  13. Norbert Schleck

    Keine Angst, Herr Krickel, den unsinnigen Rat von Herrn Schumacher brauchen Sie nicht zu beherzigen. Wenn er Ihren Beitrag in die Kategorie der Hasskommentare einordnet, so hat er die unheilvolle Entwicklung im Netz wohl komplett verschlafen, oder er findet diese Art von Kommentaren dort als absolut normale „Streitkultur“.

    Im Namen der Meinungsfreiheit einige kurze (150 Wörter!) Anmerkungen:

    – Der französische Präsident? „Notre maison brûle et nous regardons ailleurs. » Diesen Satz hat Macron nur plagiiert. Er stammt vom gerade verstorbenen Amtsvorgänger Chirac, der ihn schon 2002 (!) auf der Umweltkonferenz von Johannesburg gesagt hat. Aber außer blumigen Absichtserklärungen geschah seitdem auf den Folgekonferenzen wenig, auch nicht von Frankreich.

    – Merkel: „Innovationen nicht gewürdigt“? Ja, welche entscheidenden Innovationen hat die mal als „Klimakanzlerin“ Gefeierte denn verwirklicht?

    – „Europa kann nichts tun.“ Bequemes Argument fürs Nichtstun. “? Wer dann, wenn nicht wir? Sollen wir allen Ernstes den Kongo auffordern, CO² einzusparen (0,03 Tonnen pro Kopf/Jahr)?

  14. Dieter Leonard

    @N. Schleck
    Sie haben vollkommen recht Herr Schleck. Es ist kaum möglich, den vermeintlich „ausgewogenen“ Kommentar von Herrn Krickel, der hier den Applaus der versammelten Klimawandelskeptiker befördert, im Rahmen von 150 Wörtern in diesem Forum zu beantworten. Mir ist dies zumindest nicht gelungen…
    So zwingt der BRF einen förmlich dazu – wenn man diesen „ausgewogenen“ Kommentar nicht unwidersprochen lassen möchte – dies auf Facebook, oder bei Gelegenheit im … GE-Forum zu tun.
    So sieht halt öffentlich-rechtliche Förderung der Meinungsvielfalt aus.
    Mein Beitrag gibt Ihnen allerdings auch die Möglichkeit, weitere 150 Wörter zu ergänzen.😉
    Freundliche Grüße!

  15. Guido Scholzen

    Ich lese gerade im Internet:

    „Klimawandel
    Erwärmung der Erdatmosphäre, Wetterextreme, abschmelzende Polkappen und Gletscher, absterbende Korallenriffe, Artenschwund: Nach Ansicht von Wissenschaftlern sind das alles Symptome eines globalen Klimawandels. Zwar wird das Thema kontrovers diskutiert, doch für viele steht der Hauptverursacher fest: Fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Erdgas, die Autos und Industrie am Laufen halten und dabei jede Menge Kohlendioxid (CO2) freisetzen.
    Nach Expertenmeinung bewirken solche Emissionen einen Treibhauseffekt: Die Durchschnittstemperatur steigt an, weil die Wärme aus der Erdatmosphäre langsamer ins Weltall entweicht. Da Bäume CO2 absorbieren, trägt großflächige Entwaldung wahrscheinlich ebenfalls zum Klimawandel bei.“

    Nein, es handelt sich nicht um eine Website von Klimaschützern, sondern jw.org – die Zeugen Jehovas.
    Wenn Greta meint, die normal-denkenden und normal-lenkenden Menschen würden nicht genug für Klimaschutz tuen, dann soll sie sich bitte an die Experten beim Wachtturms wenden. Da werden Sie geholfen. 😉

  16. Alexander Kerres

    Ganz großes Kino, Herr Scholzen! Wenn sogar die Zeugen Jehovas an den Klimawandel glauben, kann es ja alles nur religiöser Unsinn sein?
    Echt witzig, was Sie hier immer wieder vom Stapel lassen.

  17. Guido Scholzen

    Nein, Herr Kerres,
    Die Zeugen Jehovas, besser gesagt die Wachtturm-Gesellschaft in New-York, benutzen die Mär des Klimawandels als Panikmache genau so zum Geschäftemachen wie die Vertreter der öko-Religion.

    Menschen in Ideologien und Religionen sind im Grunde das selbe von der Organisation her, es sind Glaubensgemeinschaften. Der Unterschied besteht darin, dass Ideologien staatstragend sind. (Der Islam z.B. ist beides)
    Im Sozialismus, auch im grünen Sozialismus, ist die Politik die Religion, jeder Einwohner des Staates ist ein praktizierender Gläubiger, und die Staatsverwaltung ist die Priesterschaft.

    Daraus folgt:
    -Sind andere vorhandene Bekenntnisse nicht ‚kompromissbereit“ mit der Staatsideologie, werden diese gleichgeschaltet oder bekämpft.
    -ist ein einzelner Mensch mit der Politik nicht einverstanden, ist dies ein Ungläubiger und wird bekämpft. Mobbing ist immer der Anfang.

    Demokratie sieht anders aus. Man hört immer öfters, das es Dinge gibt,die in Demokratien zu lange dauern bis zur Umsetzung.
    Hier erkennt der Polit-interessierte Mensch:
    Klimaschutz heißt KLIMA-PUTSCH.

  18. Günther Duikers

    Greta Thunberg und viele andere haben vieles bewegt, was schon lange hätte bewegt werden müssen. – Sie versteht aber offenbar die Demokratie nicht: Diese ist kein endzeitlicher Kampf zwischen dem absolut Guten und dem absolut Bösen, sondern braucht den Austausch von Argumenten, den Ausgleich von Interessen und oft genug den Kompromiss. – Schrecklich der Satz in Gretas New Yorker Rede, wenn die Verantwortlichen sie enttäuschten bzw. im Stich ließen, werde sie ihnen nie vergeben („And if you choose to fail us, I say we will never forgive you.“). Mit welcher Autorität darf sie so etwas sagen?

  19. Roland Jacques

    Ich zweifele….Ich möchte eigentlich mein Haus verkaufen, aber wenn ich die selbst erklärte Experte glauben darf, sol der Meeresspiegel zwischen 1m und sogar 5m steigen bis 2199. Dass ist ein Unterschied von 500% !! Mann kann das Wetter noch nicht richtig 14 Tage voraus sagen, aber die Experte wissen schon was in 80 Jahre passiert. Zurück zu mein Haus. Wenn der Meerespiegel 5m steigt, dann liegt mein Haus am Wasser…. Kapitalismus pur. Wertsteigerung einige hunderte Prozente. Danke Klimawandel.

  20. Matthias Grüner

    1935 wird das erste reichsweite Naturschutzgesetz verabschiedet, der Tierschutz wird gefördert, Forstwirtschaft und Landwirtschaft sollen (um eine heutige Vokabel zu benützen) nachhaltiger werden. Zumindest lauten so Teile der NS-Rhetorik in den Anfangsjahren der Diktatur.

  21. Marco Jacobs

    Ich denke hier haben wohl alle Ihren Kompass verloren. Worum geht es? Das Problem ist seit 30 Jahren bekannt, bisher wurde aber nur das Gegenteil getan, gegen alle Vernunft. Wieso brauche ich im Supermarkt Äpfel aus Neuzeeland, Fleisch aus Südamerika, warum werden Produktionen immer weiter von den Märkten entfernt ausgelagert,…. Das nennt man GLOBALISIERUNG und das hat unendlich viele
    Arbeitsplätze in Europa gekostet. Für den Umweltschutz will man gerne etwas tun, nur es darf dem Kapital und der Industrie nicht schaden. Zu glauben dieser Schwachsinn könnte ewig weitergehen und der technische Fortschritt würde alles lösen, also bitte, so dumm kann doch keiner sein, nichtmal ein Spitzenpolitiker.

  22. Norbert Schleck

    @G.Scholzen: „Glaubensgemeinschaften“? Gute Beschreibung Ihrer Denkweise. „WarmesKlima=GutesKlima“, „Klimaschutz=Quatsch“: Ideologie (oder Religion) pur. Oder woher beziehen Sie diese „absolute“ Kenntnis, wenn nicht aus dem Glauben?

    @M.Grüner: Was wollen Sie damit sagen, dass Sie die Nazis bemühen? Dass alle Naturschützer im Grunde verkappte Nazis sind?

    @B.Ramscheid: Da muss ich meinem ehemaligen Schulkameraden widersprechen. Lieber Bernard, es war sicher nicht die jetzige Jugend, die die Umwelt großflächig zerstört hat. Sie war es auch nicht, die die Leichtathletik-WM nach Katar vergeben hat (Offenenes Stadion, bei Temperaturen von 40° auf 25° heruntergekühlt! Irrsinn!)

    @J.-P.Drescher: „„Fridays-for-Hubraum“ als Arbeiterbewegung“? Zurück ins19. Jahrhundert? Kohlenminen und Hochöfen? Das Auto mit Verbrennungsmotor erhält Verfassungsrang?
    Gesperrt wurde die Seite deswegen : „Fridays for Hubraum … dann vom Hass überrollt“ (STERN – Einfach googeln) „Hasskommentare“? Von Autofetischisten und Klimaleugnern etwa? Nicht doch, die sind doch laut Scholzen wahre Muster an „Tolleranz“! Von wo das „Ende der Demokratie“ droht, dürfte wohl klar sein.

  23. Guido Scholzen

    wenn ihr schon im Internet unterwegs seid, evt. auch facebook aufsucht, dann tragt euch ein bei „FRIDAYS FOR HUBRAUM“
    das begegnet man wenigstens noch realistischen Konzepten für die Zukunft.

  24. Alexander Hezel

    „Hubraum“ ist eine bezeichnende Wortwahl, steht sie doch wie bei den Klimawandelleugnern für den zunächst nur mit Luft befüllten Raum (Köpfe?), in den ein umweltschädlicher fossiler Kohlestoff eingespritzt wird, um dann in Rauch aufzugehen. Was übrig bleibt, sind Schadstoffe… auch im übertragenden Sinne.

    Leider bringen Klimawandelleugner im Gegensatz zum Motor allerdings nichts voran.

  25. Guido Scholzen

    Wenn die Grünwähler ihr Auto abmelden würden, dann wäre schon viel Klima gerettet, nicht wahr.
    Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.

  26. Norbert Schleck

    Aber, aber, Herr Scholzen, was für ein Vorschlag! Das Auto abmelden, wohl gar verschrotten? An die Autoindustrie denken Sie dabei gar nicht, die schon genug (selbstverschuldete) Probleme hat und die Herr Drescher hier oben so vehement verteidigt.
    Nein, im Gegenteil, „Gib Gas, Ostbelgien!“ muss die Losung heißen, wie Sie so griffig andernorts gefordert haben.
    Nach „Gas-Gerd“ in Deutschland nun „Gas-Guido“ in Ostbelgien?

    Was Ihr Verhältnis zu den Ergebnissen der Klimaforschung, zu den daraus zu ziehenden politischen Folgerungen (Vorsorgeprinzip) und zu Greta im Besonderen angeht, so sollten Sie sich mal mit dem Begriff der „Überwindung kognitiver Dissonanz durch Nichtwahrnehmen, Leugnen oder Abwerten von Informationen und/oder Informanten“ vertraut machen.

    „Gänseblümchen, Altlinke und die eigene Scheinheiligkeit“ (ZEIT-Online vom 5.4.2018) – Auch als „Grüner“ muss man mit seinen kognitiven Dissonanzen leben.
    Ich beneide Sie für Ihren Glaubensfestigkeit, die der eines Zeugen Jehovas in nichts nachsteht.

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